Review: Dungeons 3 – Complete Edition PS4

Nachdem das verschlagene Böse mit allerhand DLC’s für mehr Geld in der Dungeon Kasse gesorgt hatte, beschloss es die Menschen weiter auszubeuten… ähm… ich meine… beschloss es den Menschen mit der Dungeons 3 Complete Edition für PS4, Xbox One und PC alles auf einmal in einem Spiel zum günstig bösen Preis erneut zu verkaufen. Und so kam auch ein weiterer Spieler hinzu, der vom famosen bösen Bösen verführt wurde.

Richtig. Die Dungeons Reihe ist so eine Serie, die irgendwie all die Jahre komplett an mir vorbei ging. Denn was Dungeons so interessant macht, sind 3 Punkte. Mehr dazu im Review zum bösartigen bösen, Dungeons 3.

Was ist Dungeons bzw. Dungeons 3 Complete Edition

Die Dungeons Spiele vereinen quasi 2 Spiele. Spiele, die es so heute leider kaum bis gar nicht mehr gibt, also jedenfalls nicht, dass es mir bekannt wäre. Gehört ihr zu einer etwas älteren Spielergruppe wie ich selbst, dann dürfte euch das PC Spiel Dungeon Keeper noch etwas sagen. Ein Spiel in dem es darum geht, wer würde es ahnen, einen eigenen Dungeon zu errichten. Das zweiten Spiel, dass in den Dungeons Spielen steckt, ist Warcarft. Solche Spiele gibt es heute wenigstens noch gelegentlich, auch wenn nicht mehr so wie damals. Natürlich ist Dungeons 3 kein Warcraft oder Dungeon Keeper Ersatz, dennoch geht es in diese Richtungen. Mein persönliches Highlight und somit der 3. Punkt ist der Erzähler der GeschichteWer auch immer die Texte geschrieben hat und wer auch immer den Erzähler ausgewählt hat, verdient einen Oskar, wie auch der Sprecher selbst. Der Humor ist einfach klasse. Es gibt unglaublich viele Anspielungen auf Spiele Klischees und Anspielungen auf Filme wie Der Herr Der Ringe, oder Serien wie How I Met Your Mother. Auch nimmt sich dadurch das Spiel zum Teil nicht ganz ernst, was auch bei dem ersten DLC der einst erschien am Text bemerkbar ist. Egal welche Mission, es gab immer wieder Sprüche wo ich sehr drüber lachen musste und zudem absolut zustimmen konnte.

Entwickelt wurde bzw. wird die Dungeons Reihe von Realmforge Studios, einem wohl recht kleinen bösartigen bösen, aber deutschen Entwicklerstudio, welches laut Wikipedia 2008 von Kalypso Media gegründet wurde.

Das gelangweilte Böse

Das absolute Böse hatte bereits in den Vorgängern die Welt unterjocht und das Gute besiegt. So war das bösartige Böse gelangweilt und wusst nichts mit sich anzufangen und suchte ein neues Ziel. Äonen vergingen, doch dann hatte das Böse was neues zum erobern gefunden. Ein unbekannter Kontinent im Osten, wie in Fortsetzungen üblich, welcher durch ein lächerliches Meer geschützt wurde. Das Böse ließ Schiffe bauen, doch sie sanken alle. Somit musste das Böse einen Zauber wirken lassen und erschuf einen Schatten, welcher über das Meer zum neuen Kontinet flog und fand ein Gefäß in Thalya, einer Dunkelelfin mit gespaltener Persönlichkeit. Somit konnte das bösartige Böse erneut, unbekannte Lande ins Verderben führen. Doch das Gute wollte das nicht zulassen. Tanos, Ziehvater von Thalya versucht sie zur Vernunft zu bringen, doch er scheitert. Von nun an übernehmt ihr die Kontrolle über das Böse und helft diesem in 20 Missionen mit einer Spielzeit von je 45Min. – 90Min. (je nach Spielstil, man kann sich auch mehr Zeit lassen), dabei Tanos und anderen Helden zu vernichten. Soweit die grobe Handlung.

Allg. liegt bei den Spielen wohl ein starker Fokus auf Story, was ich sehr begrüße. Jede Mission startet mit einer etwas längeren Story Sequenz in der viel gesprochen wird, sowie während der Mission und auch am Ende. Leider wird man selten mit Videosequenzen in Form von Bildern belohnt. Für mich ist das in der Form bei RTS Spielen etwas ungewöhnlich. Zwar haben Spiele wie C&C, Warcraft und Co. auch alle Handlungen gehabt, aber hier bekommt man doch mehr geboten. So vergisst man auch sehr schnell, dass man eigentlich böse Dinge tut. Denn Thalya ist einfach unglaublich sympathisch, sowohl ihre gute, wie auch böse Seite und für eine Dunkelelfin ist sie zudem eine hübsche. Klappt mal etwas nicht wie sie es möchte, leidet man sogar mit ihr mit.

Das Dungeon

Im Dungeon macht ihr genau das was man erwartet. Ihr lasst eure Schnodderlinge (Arbeiter) neue Räume und Wege erschaffen, in denen ihr z.B. eine Wekstatt, Krypta und Co. errichten könnt. Zudem habt ihr auch die Möglichkeit Fallen zu erstellen um euer Dungeon vor Feinden zu schützen. Allgemein gibt es im Dungeon im laufe der Kampagne immer mehr zu tun. Durch den Verlauf der Story erhaltet ihr immer mehr Zugriff auf neue Räume, Einheiten, Fallen usw. . Es kann in späteren Missionen sogar passieren, dass ihr gar nicht alles bauen könnt, weil der Platz vielleicht fehlt, oder ihr vorher schon die Mission abgeschlossen habt.

Die Einheiten die ihr im laufe der Zeit erhaltet, teilen sich in 3 Gruppen auf, Orks, Dämonen und Untote. Es gibt jeweils 4 Typen, wobei die letzte jeweils eine „super Einheit“ des bösartigen Bösen darstellt, welche ihr auch nur jeweils 1 mal in eurem Team haben könnt. Auch mit der Zeit möglich ist das Rekrutieren von bis zu 3 guten Helden. Um diese zu bekommen müsst ihr einen Kerker errichten und zusätzlich eine Folterkammer. Allg. gibt es hier und da ein paar nette Sachen, die durch eure Einheiten erst möglich sind. So braucht ihr um Fallen bauen zu können je eine Horde Einheit, welche an die Tüftlermaschine geht. Ich könnte euch jetzt alles aufzählen was machbar ist, doch das verschlagene Böse wollte das nicht. Es sagte mir, dass ihr das alles selbst herausfinden sollt, denn es würde sich lohnen. Das tut es auch. Zu Beginn glaubt man noch „ach, wieder so nen kleines Mini Spiel mit nur paar Optionen“, doch das täuscht.

Auch möglich ist es, eure Einheiten aufsteigen zu lassen. Das bedeutet wir haben hier eine Prise RPG mit drin. Natürlich müssen diese Einheiten auch überleben, doch sobald sie z.B. Level 5 erreicht haben, benötigt z.B. die Horde Bier, also müsst ihr Bier brauen. Wichtig? Ja, ihr müsst eure Leute bei Laune halten, sonst streiken sie und greifen nicht mehr an. Stattdessen halten sie Streik Schilder hoch und lassen sich angreifen. Das kann schnell ins Auge gehen. Somit müsst ihr auch für genügend Nahrung und Schlafplätze sorgen.

Wie kauft ihr die ganzen Einheiten? Natürlich mit Gold. Das erhaltet ihr indem eure Schnodderlinge Goldquellen finden und dann abbauen. Es gibt in den Leveln auch immer eine Stelle, an der es unbegrenzt Gold gibt, doch diese müsst ihr erst mal finden. Mana, welches ihr auch braucht, könnt ihr finden, doch wirklich „abbauen“ könnt ihr es nur mit dem entsprechendem Raum und Einheiten. Dazu braucht ihr auch immer noch Bösartigkeit, welche ihr über die Oberwelt bekommt.

Ihr dürft es auch nicht zulassen, dass euer Dungeon Herz zerstört wird, denn spätestens dann ist die Mission gescheitert.

Es gibt im Bezug auf das Dungeon ein paar Dinge die ich nicht so gut gemacht finde, das findet ihr jedoch auf Seite 3 des Reviews.

Die Oberwelt

Auf der Oberwelt verbringt ihr hauptsächlich Zeit um eure Ziele zu erreichen. Jedoch nicht nur, ihr benötigt auch die erwähnte Bösartigkeit. Dafür nehmt ihr die entsprechenden Quellen ein, doch Vorsicht, das bösartige Gute kann diese wieder zurück erobern. Sonst rennt ihr mit euren Truppen in der Regel auf eure Missions-Ziele zu und haut alles klein. Viel Strategie ist hier nicht möglich. Die Wege sind alle recht eng und mit 20 Einheiten kann man nicht groß taktieren. Es macht jedoch Sinn erst die Magischen Gegner anzugreifen und dann erst die normalen Nahkämpfer. Ihr werdet es mit allerhand Feinden zu tun bekommen, am gefährlichsten sind hier die mit Waffen bestückten Türme. Ihr werdet also unter Umständen mehr als nur 20 Einheiten bauen. Denn mit einer Truppe schafft man es selten die Mission zu beenden. Zu dem Strategie Problem kommt noch die Steuerung, doch dazu auch mehr auf Seite 3.

Auf ins Gefecht

Was gehört zu jedem guten RTS Spiel? Natürlich der Gefechts Modus (früher sagte man dazu noch Geplänkel). Hier gibt es die typischen Einstellungen und Auswahlmöglichkeiten. Hier kann man schön nochmal alles Mögliche bauen und ausprobieren. In solchen Spielen kommt es in den Kampagnen nicht selten vor, dass man nur das nutzt was einem persönlich am meisten hilft die Mission zu beenden. Wer also nach allen Inhalten der Edition noch nicht genug hat, kann sich ins Gefecht stürzten.

Seite 2: DLC’s der Complete Edition

Autor:Peter

Hier und da treibe ich ein wenig mein Unwesen im Netz. Mal auf meinem kleinen privaten Blog, dem ihr mir auf Twitter und Facebook auch gerne folgen könnt (www.theredpad.de), mal bei FFDojo, oder in Ausnahmefällen auch auf Nintendojo. Früher war ich auch bei Spielemagazin.de. Videospiele gehören einfach zu mir, da kann kommen was will^^.

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