Review: New Pokémon Snap Nintendo Switch

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Pokémon-Fotografie mit Geschichte?

Magst du Pokémon? Hast du Freude am Fotografieren? Würdest du gerne einmal Pokémon in ihrer natürlichen Umgebung beobachten oder gar fotografieren? Dann bist du bei uns genau richtig! Komme zu uns ins Lentil Labor für Pokémon- und Naturforschung in der schönen Lentil Region und erhalte einen kleinen Schnupperkurs, bei dem du alles erlernen kannst, was es braucht um Pokémon in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren! Professor Mirror und seine hilfsbereite Assistentin Rita freuen sich über deinen Besuch!

So in etwa könnte man die Einleitung zu New Pokémon Snap beschreiben. Sicherlich denkt jetzt jeder, dass es das auch bereits gewesen ist bezüglich der Geschichte des Spieles. Immerhin handelt es sich hierbei lediglich um eine Art Rail-Shooter mit Fotoapparat.  Doch zur großen Überraschung wurde tatsächlich eine kleine Geschichte implementiert. Diese handelt um ein besonderes Phänomen, welches in der Lentil Region auftritt. Das sogenannte “Lumina-Phänomen”. Dabei handelt es sich um ein Phänomen, welches besondere Pokémon in einem wunderschönen Glanz erstrahlen lässt. Diese Pokémon werden allgemein als “Lumina-Pokémon” bezeichnet und sind nur sehr selten anzutreffen. Vor ca. 2000 Jahren gab es ein Ereignis, bei denen die Lumina-Pokémon zum ersten Mal aufgetaucht sind und die Lentil-Region vor einem Meteoriten gerettet haben sollen. Der Abenteurer Captain Vince  ist vor 100 Jahren aufgebrochen um dieses Geheimnis zu erforschen und hat ein Buch hinterlassen, welches über seine Abenteuer berichtet, bei denen er alle Inseln der Lentil-Region bereiste. Professor Mirror untersucht die Legende und hat eine eigene These aufgestellt, die ein wenig anders ist, als die  überlieferte Legende und sucht daher in ganz Lentil nach besonders hohen Energievorkommen, die auf ein Lumina Phänomen hinweisen. Hierbei ist es natürlich die Aufgabe des Spielers bzw. der Spielerin, ihm dabei zu unterstützen. Selbstverständlich taucht das Lumina-Phänomen plötzlich auf, als man den kleinen Schnupperkurs beginnt. Dabei vergeht auch nicht all zu viel Zeit, bevor man auf eines dieser geheimnisvollen Lumina-Pokémon trifft, die seit vielen Jahren niemand mehr zu Gesicht bekommen hat. Und so beginnt das große Abenteuer, bei dem es darum geht so viel über das Lumina-Phänomen herauszufinden, wie nur irgendwie möglich, während man die verschiedensten Strecken durchquert und die Verhaltensweisen der dort ansässigen Pokémon erforscht und dabei auch das eine oder andere Geheimnis zu offenbaren versucht…

 

Auf zur großen Foto-Hatz! 

Die Spielmechaniken sind schnell erklärt. Im Menü wählt man eine Strecke aus und anschließend fährt man automatisiert in einem Gefährt namens Neo-One eine lineare Strecke ab. Während der Fahrt bewegt man, in der First-Person Perspektive, lediglich die Kamera mithilfe der beiden Control-Sticks hin und her. Während man mit dem linken Stick ein kleines Fadenkreuz bewegt, bewegt man mit dem rechten Stick die Kamera in Gänze.  Mit der A-Taste wird dann fotografiert. Mit ZL, also der hinteren linken Schultertaste, kann herangezoomt werden. Die Kamera bietet auch eine Scan-Funktion, die mit der X-Taste aktiviert werden kann. Dabei wird die nähere Umgebung abgescannt, woraufhin einem angezeigt wird, welche Pokémon in der Nähe sind, sowie besondere Punkte, die man näher untersuchen kann. Außerdem reagieren manche Pokémon auch auf die Signale der Scan-Funktion, wodurch man ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann, um noch bessere Fotos zu schießen. Mithilfe der B-Taste werden Samtäpfel geworfen. Diese dienen dazu die Pokémon zum Einen zu füttern, zum Anderen aber auch um sie an andere Orte locken zu können. Man kann die Pokémon auch einfach damit abwerfen, um Fotos von ihrer Reaktion darauf knipsen zu können. Die Y-Taste lässt einem die geheimnisvollen “Lumina-Kugeln” werfen, welche einen Lumina-Effekt auslösen können und Pokémon zu besonderen Posen verleiten kann. Später kommt auch noch eine “Turbo-Funktion” hinzu, die das Neo-One schneller fortbewegen lässt. Diese Funktion wird dann mit ZR, also der rechten hinteren Schultertaste aktiviert. Langsamer könnt ihr euch ebenfalls bewegen, doch dafür gibt es keine spezielle Tastenbelegung. Immer wenn ihr die Zoom Funktion aktiviert habt, oder wenn ihr hinter euch blickt, fährt das Neo-One automatisch langsamer. Durch drücken der R-Taste, also der rechten vorderen Schultertaste, könnt ihr eine Melodie abspielen, welche Pokémon anlocken oder zu irgendwelchen unterschiedlichen Interaktionen bringen kann. Etwas, was nicht im Tutorial erklärt wird ist, dass ihr mithilfe des Steuerkreuzes schnelle Richtungswechsel durchführen könnt. Insgesamt funktioniert die Steuerung auch ziemlich gut.

Übrigens unterstützt das Spiel auch den Gyro-Sensor der Switch, wodurch sich die Kamera durch Bewegungssteuerung bewegen lässt. Dies kann man in den Optionen alternativ auch ausschalten.

Bei den Lumina-Kugeln gibt es übrigens noch eine kleine Besonderheit. Diese stehen einem nämlich nicht direkt zu Beginn zur Verfügung. Um diese nutzen zu können, muss man erst ein Lumina-Phänomen fotografieren. Dies ist in der Regel lediglich nachts möglich. Überall auf den verschiedenen Inseln der Lentil Region sind “Lumina-Blumen” verteilt. Von einer dieser Blumen muss man erst ein Foto schießen, allerdings braucht es dafür ein Foto von einer der Blumen, die auch gerade das Lumina-Phänomen verursachen. Anhand dieser Daten ist es Professor Mirror nämlich möglich Lumina-Bälle herzustellen. Diesen Vorgang muss man jedoch von Insel zu Insel wiederholen, da jede Insel eine andere Art der Lumina-Kugeln verwendet.

Da ich bereits angedeutet habe, dass es ein Tag/Nacht System gibt, gehe ich einmal auf die Kurse generell ein. So gibt es in der Regel eine Tag, sowie eine Nacht Variante der verschiedenen Kurse, genauso wie sogenannte “Lumina-Spots”, bei denen, wie der Name vermuten lässt, das jeweils ansässige Lumina-Pokémon anzutreffen ist. Hierbei gilt es meist noch irgendeine kleine Aufgabe zu meistern, damit man das jeweilige Lumina Pokémon auch fotografieren kann. Diese Lumina-Spots ähneln daher ein wenig an “Bosskämpfen”, aus anderen Spielen. Je nach Kurs unterscheiden sich natürlich auch die Pokémon, die anzutreffen sind. Es gibt auch ein kleines Levelsystem. Dabei kann man die Tag-Strecken um insgesamt 3 Level steigern, die Nacht-Strecken, sowie Lumina-Spots um 2 Level. Dies geschieht in dem man einfach Punkte mit den geschossenen Fotos sammelt. Je mehr Punkte Professor Mirror in der anschließenden Bewertung vergibt, desto schneller erreicht man das nächste Level, welches Veränderungen der jeweiligen Strecke mit sich führt. So ändern sich nicht nur einige auffindbare Pokémon, sondern vor Allem auch die Verhaltensmuster dieser. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit alternative Routen zu finden und freizuschalten. Dies kann jedoch manchmal ziemlich knifflig sein, da es dazu bei der einen oder anderen Strecke von Nöten sein kann bestimmte Pokémon in der richtigen Reihenfolge zu fotografieren oder sonst wie mit diesen zu interagieren. Allerdings wird man bei den alternativen Routen dann auch mit teilweise neuen Pokémon oder Ereignissen belohnt, die sich aktivieren lassen, für noch bessere Fotos. Leider wird im Spiel nicht nicht erklärt, wie man zu diesen alternativen Routen wechselt, sobald man diese freischaltet. Jedoch ist dies recht simpel. Sobald ihr auf der jeweiligen Strecke an so einen Scheidepunkt ankommt, müsst ihr lediglich die Scan-Funktion nutzen, um auf die alternative Route zu wechseln, wenn ihr diese bereits freigeschaltet habt.

Wie schon erwähnt, bewertet Professor Mirror die Fotos, die man schießt. Dies geschieht nach jedem Abschluss einer Strecke. Zuerst wählt man von allen geschossenen Fotos aus, welche man dem Professor zeigen möchte, dabei kann man nur ein Foto pro Pokémon vorzeigen, und dann erscheint auch direkt der Bewertungsbildschirm. Das Bewertungssystem ist dabei in verschiedenen Kategorien aufgeteilt. So gibt es Punkte für die Pose, Größe, Blickrichtung, Positionierung, ob weitere Pokémon zu sehen sind, bei denen dann ebenfalls die vorherigen Punkte entscheidend sind, sowie Hintergrund. Je besser ein Foto in all den Kategorien abschneidet, desto höher fällt natürlich die Gesamtwertung aus. Dazu wird auch noch zwischen verschiedenen Rängen unterschieden. So gibt es Rang 1-4 Fotos. Rang 1 sind meist die simpelsten Fotos, wenn ein Pokémon z.B. einfach vor einem steht, Rang 4 meist schon außergewöhnlichere Schnappschüsse, wie z.B. wenn ein Pokémon eine Attacke ausführt. Um alle Rang-Fotos zu bekommen muss man sehr viel herumprobieren und die verschiedensten Ereignisse auslösen, was eine enorme Herausforderung darstellen kann.

Der Schwierigkeitsgrad von New Pokémon Snap variiert daher stark von Spieler zu Spieler, je nachdem welche Ziele man sich setzt. Möchte man lediglich von Kurs zu Kurs düsen, die nötigsten Fotos knipsen und die kleine Geschichte erleben, so wird man eher wenigeren Herausforderungen ausgesetzt sein. Möchte man den gesamten Fotodex füllen, und somit alle über 200 Pokémon fotografieren, die das Spiel zu bieten hat, dann wird es schon erheblich kniffliger, besonders da man dazu auch die verschiedenen alternativen Routen freischalten muss, was manchmal durchaus nur schwer zu meistern ist. Möchte man dazu auch noch alle Rang 1-4 Fotos von jedem einzelnen Pokémon knipsen, wird es tatsächlich zu einer immensen Herausforderung, wo ich mir persönlich nicht sicher bin, in wie weit es schaffbar ist ohne irgendwelche Hilfsmittel, wie z.B. dem Internet. Die Königsdisziplin dürfte allerdings sein, wenn man es sich zum Ziel macht nicht nur alle Rang-Fotos, sondern auch alle Ereignisse und Geheimnisse, die das Spiel beinhaltet aufzudecken. Denn eines sei an dieser Stelle gesagt, New Pokémon Snap ist unglaublich umfangreich! Das gesamte Spiel steckt so voller Details und vielen verschiedenen Ereignissen und Verhaltensmuster der Pokémon, wobei einige Verhaltensweisen so absurd wirken, dass es fast unmöglich zu sein scheint auf die Idee zu kommen, wie man diese aktiviert. Aber genau dies macht auch den großen Reiz von New Pokémon Snap aus. Das Entdecken der Welt, dessen Geheimnisse, sowie die Verhaltensmuster der Pokémon, sind genau das, was dieses Spiel ausmacht und genau dies ist auch die größte Stärke, die das Spiel vorzuweisen hat. Dabei gibt es noch hinzuzufügen, dass die Vielfalt an Ereignissen so gewaltig ist, dass man selbst nach der 20. oder gar 30. Wiederholung einer Strecke noch immer auf neue Geschehnisse treffen kann. Ich glaube ich habe keinen einzigen Durchgang 1:1 ein zweites Mal erlebt. Allein schon je nachdem, wie schnell man sich durch den Kurs bewegt, unterscheidet sich das eine oder andere Verhaltensmuster der Pokémon. Langeweile kommt daher eigentlich nie auf.

Die vielfältige Welt der Pokémon-Fotografen!

Wenn wir schon bei verschiedenen Spielweisen sind, sei angemerkt, dass New Pokémon Snap auch über Online Funktionen verfügt. So ist es möglich sich in einer Rangliste mit Spielern aus aller Welt zu messen. Später lässt sich auch noch eine Funktion freischalten, bei der Highscore-Jäger ganz auf ihre Kosten kommen dürften, da es dann Strecken-Punkte gibt, die ebenfalls in Ranglisten mit anderen Spielern verglichen werden können. Von den Ranglisten abgesehen ist es allerdings auch möglich Fotos hochzuladen und mit anderen Spielern zu teilen. Jedoch sind lediglich 6 Fotos gleichzeitig hochladbar. Sollte man noch weitere hochladen wollen, ist man dazu gezwungen erst wieder welche zu löschen. Zwei weitere Foto Slots, werden noch von Professor Mirror belegt, der ab und an mal ein Foto selber hochlädt, wenn ihm eines der Schnappschüsse besonders gut gefallen hat. Diese Funktion ist allerdings in den Optionen auch ausstellbar, falls man nicht möchte, dass er automatisch Fotos hochlädt. Leider hapert es bei den Online Funktionen etwas an Anzeigefunktionen. Es gibt zwar drei Rubriken, “Beliebteste Fotos”, “Angesagte Strecke”, sowie “für dich empfohlene Fotos”, jedoch werden bei jeder dieser Rubriken lediglich 24 Fotos angezeigt. Dazu gibt es leider keine Möglichkeit von anderen Spielern aktuell hochgeladene Fotos anzeigen zu lassen. Dazu muss man auf die Rangliste gehen und das Spielerprofil auswählen, bei welchem man schauen möchte, was er/sie für Fotos hochgeladen hat. Hier gibt es also eindeutig noch Besserungsbedarf. Zumindest gibt es in der Rangliste die Möglichkeit nur Spieler aus der eigenen Freundesliste anzeigen zu lassen. Lobenswert ist auch noch, dass Fotos von Pokémon, die man selber noch nicht entdeckt hat, als Spoiler markiert sind. So braucht man keine Angst davor zu haben versehentlich gespoilert zu werden.

Eine weitere Möglichkeit seinen Spaß mit New Pokémon Snap zu haben ist die Fotobearbeitung. Ja, ihr könnt eure geschossenen Fotos ausgiebig bearbeiten! So gibt es nach jeder Bewertung die Option Fotos zu speichern, damit die erhalten bleiben. Hierzu gibt es die Option “Foto Plus”. Diese Funktion erlaubt es euch das ausgewählte Foto erneut knipsen zu können. Dabei könnt ihr die Kamera nach belieben bewegen, ran oder rauszoomen und/oder auch einige Einstellungen vornehmen, wie z.B. die Helligkeit oder gar die Fokusgröße. Den Titel des Fotos könnt ihr ebenfalls eingeben. Doch damit ist das Thema Fotobearbeitung noch nicht erledigt. Wenn ihr im Menü auf “Labor” und dort auf “Deine Ecke” klickt, seht ihr den Menüpunkt “Album”. Hier könnt ihr euch all eure gespeicherten Fotos anschauen oder erneut bearbeiten. Diesmal jedoch nicht, wie im Foto Plus Modus, sondern indem ihr verschiedene Filter, Stempel und Rahmen drüber legt. Den Titel des Fotos könnt ihr ebenfalls jederzeit erneut umbenennen. Außerdem könnt ihr vom Album aus eure Fotos direkt auf die Konsole speichern. Während ihr im Spiel weiter voranschreitet, erhaltet ihr manchmal auch Titel für besondere Taten, wie z.B. “Du hast so und so viele Pokémon vom Typ Feuer fotografiert”. Dies kann man mit jedem üblichen Trophäen-System vergleichen. Das Besondere bei New Pokémon Snap ist jedoch, dass ihr durch die errungenen Titel neue Rahmen, Stempel und Filter freischaltet, damit ihr euch noch mehr austoben könnt.

Das Ende der Möglichkeiten, die euch New Pokémon Snap bietet, ist nun jedoch noch immer nicht erreicht. Es gibt nämlich noch viele verschiedene Aufträge, die ihr erfüllen könnt. Dabei handelt es sich um Aufträge, wo ihr bestimmte Verhaltensmuster oder Ereignisse fotografieren müsst. Die Beschreibungen sind meist etwas vage, so dass ihr schon selber herausfinden müsst, was ihr nun genau tun sollt. Teilweise sind die Aufträge allerdings auch recht deutlich und können euch dann sogar etwas spoilern bzw. die Überraschung nehmen, wenn man zufällig ein Pokémon zu einem besonderen Verhalten animiert bekommt. Gleichzeitig kann es aber auch motivierend sein doch mal Dinge auszuprobieren, an die man zuvor eventuell gar nicht gedacht hat. Insgesamt bleiben die Aufträge also ein wenig, wie ein zweischneidiges (Gramokles) Schwert. Da ihr aber nie dazu gezwungen seid, euch die Aufträge anzuschauen, könnt ihr auch einfach darauf verzichten, wenn ihr der Gefahr aus dem Weg gehen wollt euch der Überraschung einiger Ereignisse berauben zu lassen. Die Aufträge sind schließlich so oder so stets aktiv. Sprich, sobald ihr ein verlangtes Foto schießt und es dem Professor zeigt, erscheint oben ein “Auftrag erfüllt”, egal, ob ihr den Auftrag zuvor eingesehen habt oder nicht. Leider wird dabei aber nicht angezeigt was für einen Auftrag ihr nun genau erledigt habt. An dieser Stelle wäre noch eine kleine weitere Information schön gewesen. So bleibt nur der Klick ins Auftragsmenü, wo ihr zu “erfüllte Aufträge” wechseln könnt, um nachzuschlagen, was ihr nun eventuell erledigt haben könntet, falls es euch interessiert.

Im zuvor bereits erwähnten Menüpunkt “Deine Ecke”, könnt ihr euch jederzeit euren Fotodex, sowie eure aktuelle Statistik, sprich Spielzeit, Punktezahl, und die Anzahl an geschossenen Fotos anschauen. Beim Fotodex seht ihr alle Informationen, die euch bereits zu den geknipsten Pokémon bekannt sind. Ihr könnt diese dort auch als 3D Modell herumdrehen und euch die Rufe anhören. Ebenfalls könnt ihr eine Karte einsehen, auf der vermerkt ist, was ihr bereits wo entdeckt hab.

Trotz Audiovisueller Pracht, hat Team Rocket seine fiesen Finger im Spiel

In Sachen Soundtrack und Design der einzelnen Strecken, kann New Pokémon Snap ebenfalls groß punkten. Hier wurde fantastische Arbeit geleistet. Die Strecken sind nicht nur abwechslungsreich und wunderschön designet, so können diese einen auch des Öfteren ins Staunen versetzen, wodurch das entdecken der Lentil Region nur umso mehr Spaß macht. Dabei ist die musikalische Untermalung ebenfalls stets stimmig und sehr angenehm. Hier gibt es definitiv nichts zu meckern.

Dennoch gibt es neben der bereits erwähnten fehlenden Sortierungsfunktion bei den hochgeladenen Fotos anderer Spieler, leider noch 1, 2 weitere Punkte, die kritisiert werden dürfen.

Allem voran das ausbalancierte Bewertungssystem der Fotos. So passiert es oft, dass es nicht wirklich nachvollziehbar ist, wieso ein Foto nun eine bessere Bewertung bekommen hat, als ein anderes. Als Beispiel hatte ich ein Foto von einem Pokémon, wo man nur dessen Hintern drauf sah. Dieser war auch noch stark versetzt, es war also nicht mal mittig. Das Gesicht sah man gar nicht, es machte keine Pose und allgemein war das Foto sehr misslungen. Dennoch bekam dieses Foto eine recht hohe Bewertung, während das vorherige Foto vom gleichen Pokémon eine erheblich schwächere Wertung bekam, obwohl man es dort schön frontal sehen konnte und es auch sonst ein relativ gelungeneres Foto geworden ist. Solche unverständlichen Bewertungen können öfters vorkommen. Außerdem macht es leider auch keinen Sinn bei den Fotos darauf zu achten, dass weitere Pokémon zu sehen sind, da diese ohnehin immer nur 70-100 Punkte, wenn man viel Glück hat, vielleicht sogar mal mehr als 100 Punkte, bringen. Das Problem dabei ist, dass man unweigerlich Punkte in der Kategorie “Größe” opfert, damit überhaupt weitere Pokémon drauf passen. Hierbei verliert man allerdings nicht nur 70-100 Punkte, sondern eher 500-1000 Punkte, je nachdem, wie das Foto geschossen ist. Außerdem kommen natürlich noch kleine Abzüge in der Positionierungs-Kategorie hinzu. Es rechnet sich also in keinster Weise. Hier fehlt einfach das nötige Balancing.

Ein weiterer großer Kritikpunkt betrifft den Fokus der Kamera. Dieser fokussiert gerne mal ein Pokémon oder eine Sache, wie z.B. eine Blume, was man gerade gar nicht fotografieren möchte. Es passierte bei mir öfters, dass der Fokus auf ein Pokémon lag, von dem vielleicht gerade mal ein Arm zu sehen war, während das Pokémon, welches ich eigentlich fotografieren wollte, wunderschön groß und in einer super Pose klar zu erkennen gewesen ist. Ganz skurril war das eine Foto, wo eine Blume fokussiert wurde, während dieses vom Pokémon, welches ich fotografieren wollte, komplett verdeckt wurde. Besonders knifflig werden so Fotos, wo Pokémon miteinander interagieren oder einfach sehr nah beieinander stehen. Hier wünschte ich mir eindeutig eine Funktion, bei der das Spiel einfach alle Pokémon und relevanten Elemente auf dem Foto erkennt und dem Spieler die Wahl lässt, welches Element man nun dem Professor zur Bewertung weiterreichen will. Sprich, wenn jetzt Pikachu und Mauzi auf dem Foto gemeinsam drauf sind, dass man es hinterher einfach als “Mauzi Foto” deklarieren kann, auch wenn es vielleicht nur klein irgendwo zu sehen ist. So eine Funktion würde einem das Leben nicht nur erleichtern, sondern wär auch allgemein sinnvoll und einfach logisch.

 

 

 

 

Infos, Fazit und Wertung auf Seite 2

Autor:Weir D. Cris

Hallo ich bin ein Blubb. Und Blubbs mögen Spiele. Ich spiele Spiele also bin ich ein Blubb! Ab und zu schreibe ich sogar über Spiele! Das macht mich zu einem Oberblubb mit Händen! Möge der Blubb mit euch sein!

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