Review: Ancestors – The Humankind Odyssey Xbox One

Ich möchte diese Review gerne mal ein wenig anders als gewohnt beginnen. Ja, ich bin ein absoluter Survival-„Noob“. Trotzdem hat mich die Lust gepackt, Ancestors – The Humankind Odyssey für Xbox One dringend einmal probieren zu wollen, vor Allem deswegen, weil es wirklich mal ein völlig neuer Ansatz ist, in einem Spiel komplett von 0 anzufangen in der Evolution des aufrecht gehenden Säugetiers und komplett alles lernen zu müssen.

Kommen wir aber jetzt zu dem großen einen Problem. Und das sind die 2 Worte Survival Noob. Trotz der Tatsache, dass extra für die Konsolenversion des Spiels die Tutorials komplett erweitert wurden war ich mit dem Beginn einfach hilflos überfordert. Nachdem man zu Beginn seines Abenteuers noch als kleiner Babyaffe ein Versteck finden sollte, übernimmt man kurz danach ein erwachsenes Exemplar und muss mit Hilfe seiner Sinne den Babyaffen finden. Klingt jetzt erstmal sehr einfach, ist es bestimmt auch, aber ich war mit der Situation komplett überfordert. Teilweise wirken die Tutorials aber auch sehr schwammig und geben nicht wirklich eindeutige Hinweise. Trotzdem möchte ich den schwarzen Peter nicht komplett dem Spiel zuschieben, es passte wohl auch einfach nicht zwischen uns Beiden.

Nichtsdestotrotz hab ich mich dann zu Review zwecken über verschiedene YouTube Videos doch noch ein wenig vorarbeiten können, damit ich mir wenigstens noch einen eigenen Überblick über das Spiel und seine weiteren Features verschaffen konnte.

Und spätestens da habe ich festgestellt, dass mein Problem eigentlich das größte Feature des Spiels ist. Man soll sich wie die Protagonisten selbst fühlen, völlig hilflos und sich selber überlassen. Dabei geht es am Anfang vor allen Dingen darum, die Umgebung zu entdecken, herauszufinden welche Nahrungsquellen genießbares Essen versprechen und die ersten Werkzeuge herzustellen, um sich das Leben immer weiter zu erleichtern und in der Evolution voran zu kommen. All dies passiert vor Allem über unsere Sinne, Sehen, Hören, Riechen, das sind unsere ersten Mittel zur Orientierung. Und nur das! Und durch fast alles ergattern wir dann auch neuronale Energie, die Erfahrungspunkte der Urzeit. Sobald wir wieder in unser Stammeslager zurückkehren, können wir damit neuronale Verbindungen freischalten, die uns dann effektiv in unserer Evolution weiterbringen. Dabei ist aber stets zu beachten ein Kind auf unserem Rücken mitzunehmen, um das Wissen sozusagen den nächsten Generationen mit auf den Weg zu geben. Haben wir genug Generationsleistungen gesammelt, findet ein Zeitensprung statt, bei dem wir sogar eine neue Gattung annehmen, die sich aber nur über das Aussehen bemerkbar macht.

Zum Crafting sei gesagt, bringt eine gute Portion Grind-Resistenz mit. Die meisten Waffen und Werkzeuge lassen sich zunächst nur einmal einsetzen, ihr seid also gezwungen immer und immer wieder das Selbe zu tun um einen erfolgreichen, nein um überhaupt einen Weg einzuschlagen.

Zur Technik kann ich sagen, dass es grafisch zwar nicht wie auf dem allerneusten Stand wirkt, der Dschungel aber dennoch recht atemberaubend in Szene gesetzt wurde, vor allem während man durch die Baumkronen klettert. Dazu kommt ein hervorragender Soundtrack, der die Stimmung absolut richtig untermalt.

FAZIT

Wie eingangs erwähnt, ich möchte das Spiel so gerne mögen. Aber dafür werden mir einfach zu viele Steine in den Weg gelegt, angefangen von der absoluten Hilflosigkeit am Anfang, über einen enormen Grind im weiteren Spielverlauf und viel altbackenes, ob spielerisch oder optisch. Vielleicht hätte dem Spiel einfach noch ein wenig Zeit gutgetan.
POSITIVNEGATIV
🔵 Deutsche Texte🔴 Viel Grind
🔵 Allg. gute Idee🔴 jedoch nicht für jeden geeignet
🔵 Spielzeit ca. 25 Stunden🔴 Tutorials nicht ausreichend
🔵 Gute Atmosphäre

WERTUNG
The Red Pad vergibt Ancestors – The Humankind Odyssey Xbox One 3,25 von 5 Gamepads (65%)

Autor:David

Leidenschaftlicher FF14-Suchti und Gamer und FF-Fan seit 25 Jahren.

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