Review: Röki Nintendo Switch

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Willkommen im Wald der Monster!

Sage mir… Glaubst du an Fabelwesen? An alte Märchen? Glaubst du an Trolle oder kleine Wesen namens Tomte, die einem fleißig zur Hand gehen wenn man sie braucht? Oder gar an die Jötnar, die mächtigen riesigen Beschützer der Wälder? Das kleine Mädchen Tove, scheint dies jedenfalls nicht zu tun, während ihr kleiner Bruder Lars stets sehr begeistert von all diesen verschiedenen Wesen spricht, als würde er sie tatsächlich sehen. Wer weiß? Vielleicht tut er es ja sogar? Selbst Tove ist sich da manchmal nicht so sicher, während sie tagtäglich eifrig auf ihr kleines Energiebündel von einem Bruder aufpasst. Nicht nur spielt Tove regelmäßig mit Lars oder flickt “Herr Jötun”, Lars Lieblings-Stofftierchen, sondern bringt ihn auch zu Bett und kocht gar für ihn, sowie ihren Vater, der die meiste Zeit damit verbringt Rollmops zu essen und in seinem Schaukelstuhl friedlich vor sich hinzuschlummern. Seit dem Tod seiner geliebten Frau, Tove’s und Lars Mutter, fehlt ihm einfach jeglicher Antrieb. Die Trauer sitzt tief, weshalb die junge Tove sich um das Meiste kümmern muss. So auch in dieser einer schicksalhaften Nacht…

Nachdem Tove mit ihrem Bruder nach Hause kommt, essen die zwei gemeinsam zu Abend und Tove liest dem kleinen Lars die Geschichte “Jötnar und das Baby” vor, damit dieser einschlafen kann. Jedoch fallen der kleinen Tove, während des Vorlesens, ebenfalls die Äuglein zu. Mitten in der Nacht wird sie von ihrem Bruder geweckt, der dringend auf die Toilette muss, welches sich unpraktischerweise außerhalb des Hauses befindet. Alleine darf der kleine Lars nachts nicht hinaus und so begleitet Tobe ihn, erst etwas widerwillig, zur wohltuenden Erleichterung. Dabei wird Lars nicht nur von den in Scharren herumstreuenden Raben verängstigt, sondern auch die Erde beginnt plötzlich zu beben, wo die Zwei sich fragen, ob ein Baum umgefallen ist. Jedoch dauert es nicht lange bis sie, nachdem sie zurück zu ihren Betten geeilt sind, herausfinden müssen, dass sich mehr hinter diesem Beben versteckt, als ihnen lieb ist…

Monster… Fabelwesen… Märchen… Gibt es sie wirklich oder sind sie nur Einbildung? In dieser Nacht sollten Tove’s Glaubenssätze erheblich durchgerüttelt und ihr Mut, sowie ihr Verstand auf die Probe gestellt werden… Das Abenteuer beginnt… Ein Abenteuer, welches Tove belehren sollte, dass all diese Wesen nicht nur Hirngespinste sind… Willkommen bei Röki, willkommen im Wald der Monster!

Das Abenteuer kann beginnen!

Die Steuerung der kleinen Tove ist recht simpel. Mit dem linken Control-Stick oder dem Steuerkreuz, bewegt man sie durch die Gegend, mit der A Taste interagiert man mit der Welt, hebt z.B. Gegenstände auf, kombiniert diese, wenn man auf einen Gegenstand im Inventar klickt, den Knopf gedrückt und den Gegenstand dabei auf ein anderes hinbewegt oder spricht mit NPC’s. Hält man den B Knopf gedrückt beginnt Tove zu sprinten, so dass man sich erheblich schneller durch die wunderschön anzuschauende Welt bewegen kann. Mit X öffnet und schließt man die Inventarleiste und mit Y gelangt man in das Tagebuch, welches nicht nur eine Karte bereit haltet, sondern auch Einträge zu den aktuellen Geschehnissen beinhaltet und errungene Auszeichnungen anzeigt. Sogar sammelbare Gegenstände werden ins Tagebuch, als “Beute” reingeklebt. Im Laufe des Abenteuers kommen noch ein, zwei Funktionen hinzu, die ich aus Spoilergründen jedoch nicht näher benennen werde. Insgesamt geht die Steuerung gut von der Hand und ist leicht erlernt, wie man es bei einem Point ‘n’ Click Adventure erwarten würde. Auf der Nintendo Switch wird sogar die Touchscreen Steuerung unterstützt. So lassen sich Gegenstände bei Bedarf simpel per Fingerberührung kombinieren oder benutzen. Ich hatte jedoch nicht den Eindruck, dass sich das gesamte Spiel per Touchscreen steuern lassen würde, jedoch bin ich kein Fan vom Touchscreen der Nintendo Switch, da dieser anscheinend nicht sonderlich kompatibel mit meinen fetten Wurstfingern zu sein scheint, weshalb ich diese Funktion leider nicht näher ausprobieren konnte. Dennoch funktioniert auch die Knopfsteuerung wunderbar und Tove lässt sich durchaus sehr angenehm bewegen. Hier möchte ich gerne auf die sehr charmanten Animationen im Spiel eingehen. Besonders wenn Tove zu sprinten anfängt wirkt es nicht nur irgendwie recht knuffig, sondern auch ziemlich lebendig. Das Spiel setzt extra auf einen charmanten und wunderschönen Bilderbuch-ähnlichen Grafikstil und dennoch hatte ich stets den Eindruck, dass die Charaktere sich so ebenfalls bewegen würden, wenn die Figuren real wären. Die Animatoren haben jedenfalls fantastische Arbeit geleistet, jedoch trifft dies auf jedem im Team von Polygon Treehouse zu. Man spürt förmlich die Liebe und Leidenschaft, die in diesem Spiel steckt. Seien es die kleinen Details, wie Fußabdrücke im Schnee, im Winde wehende Blätter, die liebevollen Animationen, der wundervolle atmosphärische Soundtrack, der definitiv hörenswert ist, die wunderschönen malerischen fantasievollen Umgebungen und Designs oder gar die fantastische Arbeit der wenigen Synchronsprecher, die mitgewirkt haben. Ja, Röki hat eine kleine Sprachausgabe! Allerdings wurden nicht ganze Dialoge und Sätze synchronisiert, sondern immer nur einige Wörter, wie z.B. “Lars” oder “Papa”, sowie verschiedene Geräusche um Emotionen darzustellen. Hier sei aber noch angemerkt, dass man sich durchaus mühe gegeben hat, um verschiedene Klangformen der einzelnen Wörter und Geräusche aufzunehmen. Je nachdem welche Emotion ein Satz verbreiten soll, passt sich auch die Sprachausgabe wunderbar an und vertieft diese Emotion meisterhaft, so dass es einem nicht schwer fällt mitzufühlen. Allgemein sind die Charaktere wunderbar umgesetzt. Es dauert nicht lange, bis die kleine Tove, ihre Familie, sowie auch die anderen Charaktere, auf die man nach und nach treffen wird, sich in das Herz des Spielers schleichen. Selbst der quirlige überdrehte und recht nervige kleine Bruder Lars wächst einem sehr schnell ans Herz. Ich denke ich habe selten einen so authentisch wirkenden kleinen Bruder in einem Videospiel erlebt.

Doch was wäre ein Point ‘n’ Click Adventure ohne Rätsel? Rätsel stehen natürlich auch bei Röki an der Tagesordnung. Diese sind auch recht abwechslungsreich und schön umgesetzt. Dazu verfügt das Spiel über ein angenehmes Spieltempo, welches einem immer wieder wohltuende Erfolgserlebnisse spendiert und einem, sobald man das Gefühl hat nun nicht mehr wirklich zu wissen, was man als nächstes noch tun könnte, dann doch wieder mit einigen Brotkrumen auf die nächste Fährte lockt. Man sollte sich eigentlich nie irgendwie “verloren” fühlen, auch wenn man bei dem einen oder anderen Rätsel mal etwas auf dem Schlauch stehen sollte. Die Rätsel bleiben stets fair. Jedes einzelne Rätsel ist gut lösbar, wenn man ein wenig die Augen offen hält und seine Umgebung geduldig mit aufmerksamen Blick betrachtet. Der einzige Moment, der sich vielleicht etwas unfair angefühlt hat war, als ich anscheinend einen kleinen Bug aktiviert habe, bei dem die richtige Lösung sich einfach nicht aktivieren lassen wollte. An dieser Stelle musste ich dann doch mal das Internet durchforsten, um mir einen kleinen Tipp zu ergaunern. Doch letzten Endes hieß es lediglich, dass genau das, was ich als erstes versucht habe, auch die Lösung sei. Es ging dann glücklicherweise auch, als ich es erneut versucht habe, nachdem ich zuvor die ganze Karte auf den Kopf gestellt hatte und durch jedes betretbare Areal gewandert bin, um noch einen übersehenden Gegenstand zu finden. Nichtsdestotrotz machen die Rätsel durchaus viel Spaß, sind wirklich gut umgesetzt und bieten eine angenehme Abwechslung, auch wenn es sich nach wie vor stets ein wenig seltsam anfühlt, wenn benutzte Gegenstände plötzlich aus dem Inventar verschwinden, obwohl man diese theoretisch öfters nutzen können sollte. Doch diese kleine “Inventar-Magie” macht ein klassisches Point ‘n’ Click Adventure dann auch irgendwie ein wenig aus, oder nicht?

Ansonsten bietet Röki eine wirklich schön erzählte Geschichte, die durchaus mit ihrer überraschenden Tiefe zu überraschen weiß. So wirkt es erst ein wenig simpel gestrickt. Man durchquert den Wald auf der Suche nach Lars, doch je weiter man voranschreitet desto verzwickter wird, die Geschichte selber zwar nicht zwingend, jedoch die verschiedenen Ebenen, die diese Geschichte mitbringt. Dazu gehört nicht nur die Geschichte des Monsters oder die von Tove und ihrer Familie, sondern auch die verschiedenen Wesen, denen man begegnet. Die gesamte Welt erzählt die Geschichte. Die Dialoge und Zwischensequenzen sind schon wirklich gut gelungen und sehr schön gemacht, doch die Entwicklungen der einzelnen Charaktere, sowie die Art und Weise wie das Design der Welt selber die Geschichte erzählt, macht das ganze Erlebnis erst so großartig. Dabei vergisst das Spiel auch nicht, die Spieler mit einigen abwechslungsreichen Spielmechaniken zu überraschen, welche im Laufe des Abenteuers auf einem zukommen. Besonders hervorheben möchte ich hier Kapitel 3. Ich werde selbstverständlich nichts vorwegnehmen, jedoch möchte ich zumindest erwähnen, dass die Geschichte, meiner persönlichen Ansicht nach, gerade durch das Gameplay selber ihren absoluten Höhepunkt fand und mich auf eine Art und Weise berühren konnte, bei der ich mir nicht sicher bin, ob dies jemals ein Spiel zuvor getan hat.

 

Die dunklen Seiten eines märchenhaften Abenteuers!

Doch natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Ein perfektes fehlerfreie Spiel gibt es nicht und wenn, ist es eine so seltene Rarität, dass man diese an einer Hand abzählen kann. Und so bleibt selbst Röki nicht ganz frei von Fehlern. Der schwerwiegendste Fehler des Spieles dürfte das Fehlen einer manuellen Speicherung sein. Röki verfügt zwar über eine automatische Speicherfunktion, die auch sehr häufig den aktuellen Fortschritt sichert, doch hat dies einen großen Nachteil. In diesem Spiel gibt es sammelbare Gegenstände. Sammelbare, teilweise recht gut versteckte Gegenstände, die man gerne mal übersehen kann. Sobald man dies bemerkt, kann es bereits zu spät sein und man bekommt keine Möglichkeit mehr, diese noch nachträglich zu finden, außer man beginnt komplett von Vorne und startet ein gänzlich neues Spiel. Dies ist sehr ärgerlich und schade, da es durchaus Spaß machen kann die einzelnen Gegenstände zu sammeln. Besonders Komplettisten werden sich hier etwas ärgern. An dieser Stelle wurde bei Polygon Treehouse wohl einfach nicht daran gedacht, dass sich das fehlen einer manuellen Speicherung mit sammelbaren verpassbaren Gegenständen einfach nicht verträgt. Doch sollte dieser Fehler verschmerzbar sein, besonders, da Spieler, die ohnehin nicht viel Wert auf das Komplettieren eines Spieles legen, hier ziemlich unangetastet bleiben dürften. Davon ab enthält Röki eigentlich nur noch kleinere Ungereimtheiten. Kleinigkeiten, wie das festhängen an kleinen Ecken oder vielleicht auch mal der eine oder andere kleine Übersetzungs- bzw. Tippfehler in der deutschen Übersetzung. An Zwei Stellen erlebte ich noch kleine Ungereimtheiten, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, ob diese nicht sogar kleine Bugs waren. Bei einem glaube ich schon, diesen habe ich bereits weiter oben erwähnt.

 

Infos, Fazit und Wertung auf Seite 2

Autor:Weir D. Cris

Hallo ich bin ein Blubb. Und Blubbs mögen Spiele. Ich spiele Spiele also bin ich ein Blubb! Ab und zu schreibe ich sogar über Spiele! Das macht mich zu einem Oberblubb mit Händen! Möge der Blubb mit euch sein!

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