Handheld-Revolution: Warum Steam Deck 2 auf sich warten lässt und die Konkurrenz angreift
Laut The Verge hat Valve inzwischen seine komplette Hardware-Riege für 2026 in Stellung gebracht, nämlich den Steam Controller, die Steam Machine und jetzt auch das Steam Frame.

Kennst du das Gefühl, wenn du abends nach einem langen Arbeitstag eigentlich nur noch eine Runde auf der Couch zocken willst, aber dein Handgelenk schon beim Hochheben des Controllers leise protestiert? Genau für solche Momente ist die ganze Handheld-Idee eigentlich erfunden worden, und genau hier passiert gerade mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Laut The Verge hat Valve inzwischen seine komplette Hardware-Riege für 2026 in Stellung gebracht, nämlich den Steam Controller, die Steam Machine und jetzt auch das Steam Frame. Was dabei auffällt: Eine offizielle Ankündigung zum Steam Deck 2 bleibt weiter aus. Valve-Designer Pierre-Loup Griffais erklärte gegenüber IGN lediglich, das Unternehmen kläre gerade, wie und wann man etwas in der Richtung liefern könne. Wer also schon auf den direkten Nachfolger spart, muss sich weiter in Geduld üben, und zwar so lange, bis Valve einen Chip findet, bei dem Preis, Leistung und vor allem die Effizienz zusammenpassen.
Was sich im Handheld-Lager wirklich tut
Denn während Valve abwartet, drücken die anderen Hersteller aufs Tempo. Asus hat laut The Verge mit dem Xbox Ally X20 ein Gerät in der Pipeline, das ursprünglich sogar zusammen mit teuren AR-Brillen als Bundle verkauft werden sollte, ein ziemlich mutiger Schritt, der zeigt, wie ernst es die Windows-Fraktion mit dem Handheld-Thema mittlerweile meint. Acer geht derweil einen ganz anderen, spannend-experimentellen Weg: Mit dem Konzept „Project DualPlay Mini" packt der Hersteller eine vollwertige Tastatur in ein Handheld-Gehäuse. Das Display wird in der Standardkonfiguration von klassischen Sticks, einem D-Pad und Xbox-Buttons flankiert, plus zwei Trigger pro Schulter, und durch einen klapp- und drehbaren Mechanismus bringst du den Bildschirm über einer kompakten, beleuchteten Mini-Tastatur in Position. Klingt erst einmal verrückt, ist aber konsequent gedacht, wenn man bedenkt, wie oft man unterwegs doch mal eine Chatnachricht tippen, einen Konsolenbefehl eingeben oder kurz in einem Textadventure weitermachen will, ohne gleich zum Laptop zu greifen.
Parallel dazu erweitert Acer seine Predator Atlas-Reihe um ein 7-Zoll-Modell mit Intel Arc G3 Extreme CPU und Arc B390 GPU. Während der größere Atlas 8 laut The Verge noch in diesem Monat erscheinen soll, wird die 7-Zoll-Variante für das vierte Quartel erwartet. Preise nennt Acer für beide Geräte bislang nicht.
Was das für dich am Handgelenk bedeutet
Wenn du nach Feierabend erst eine entspannte Runde auf dem Handheld planst und danach noch einen Raid, dann entscheidet am Ende nicht das Datenblatt, sondern wie sich das Gerät nach zwei Stunden in deinen Händen anfühlt. Genau da wird Acers DualPlay Mini zur spannenden Wette: Willst du wirklich tippen können, oder reichen dir Sticks und Touchscreen für unterwegs vollkommen aus? Haptik, Druckpunkt, Gewichtsverteilung und die Verarbeitungsqualität dieser Klapp-Mechanik werden letztlich darüber entscheiden, ob das Konzept im Wohnzimmeralltag tatsächlich funktioniert oder am Ende ein Nischenprodukt für Bastler bleibt. Welche Geräte es in diesem dichten Herbst tatsächlich auf unsere Testbank schaffen und wie sie sich in der Praxis anfühlen, das behalten wir für dich im Auge.