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Handheld-Gaming im Wandel: Warum die Ära der Steam-Deck-Dominanz endet

Wie The Verge in seinem laufenden Hub zur Handheld-Revolution dokumentiert, hat sich der Markt seit dem Start des Steam Deck im Februar 2022 grundlegend verändert.

Handheld-Gaming im Wandel: Warum die Ära der Steam-Deck-Dominanz endet

Aus Valves mutigem Nischen-Experiment ist ein umkämpftes Segment geworden, in dem Asus, Lenovo, MSI und Ayaneo um jedes Watt Akku und jedes Gramm Gewicht kämpfen. Für uns als Tester bedeutet das vor allem eines: die Phase, in der die einzige ehrliche Antwort „kauf das Deck" lautete, ist endgültig vorbei.

Die Hackordnung sortiert sich neu

Während das Steam Deck OLED laut The Verge weiterhin den Maßstab für ein stimmiges Gesamtpaket setzt, hat sich das MSI Claw 8 EX AI Plus im Alltag der Verge-Redaktion an die Spitze geschoben. Das Gerät mit Intels nächster Chip-Generation sei demnach das erste Windows-Handheld, das tatsächlich portabel wirkt: längste Akkulaufzeit im Testfeld, zuverlässiges Aufwachen aus dem Standby, tagelanger Ruhezustand ohne nennenswerten Ladungsverlust. Das ist keine Kleinigkeit, denn genau diese vermeintlichen Selbstverständlichkeiten haben Windows-Geräten seit dem ersten ROG Ally das Genick gebrochen. Asus wiederum verkauft das Xbox Ally X20 nun separat ohne das umstrittene AR-Brillen-Bundle für 1.300 US-Dollar, Auslieferung ab dem 15. Oktober, wie Asus-Sprecher Don Nguyen gegenüber The Verge bestätigte. Die gold-transluszente Optik zum 20. ROG-Jubiläum steht also ab sofort ohne Beigeschmack im Warenkorb.

Lenovos Reparatur-Pingpong

Die spannendste Story der Woche spielt allerdings abseits der Benchmark-Listen: Ein Reddit-Nutzer erhielt laut The Verge eine Reparaturrechnung von fast 300 US-Dollar für seinen Lenovo Legion Go, nachdem ein BIOS-Update das Gerät in einen Zustand mit schwarzem Bildschirm versetzt hatte. Lenovos offizielle Antwort: Den Power-Button länger gedrückt halten und im Zweifel den Kundensupport kontaktieren. Das ist PR-Sprech in Reinform und offenbart ein strukturelles Problem. Wenn ein Hersteller Software-Updates ausliefert, die eigene Hardware unbrauchbar machen, gehört die Beweislast nicht auf die Kundenseite. Framework, der modulare Computerrivale, liefert den Gegenentwurf und repariert solche selbst verschuldeten Fehler kostenlos. Lenovo hat die fehlerhafte BIOS-Version N3CN42WW unterdessen stillschweigend von der Support-Seite entfernt. Praxis-Tipp für alle, die jetzt einen Legion Go kaufen: vor dem ersten Firmware-Update prüfen, welche Version vorinstalliert ist, und im Zweifel bei N3CN40WW bleiben.

Streaming-Handwerk endlich auf Niveau

Klein, aber handwerklich erfreulich: Steam Remote Play erhält laut The Verge AV1-Kompression und HDR-Unterstützung für das OLED-Panel des Steam Deck. Wer sein Deck ohnehin als schlanken Remote-Client für den heimischen Gaming-PC nutzt, bekommt damit endlich die Bildqualität, die Moonlight-Fans seit Jahren als selbstverständlich voraussetzen. Der einzige Wermutstropfen bleibt Dynamic Cloud Sync, das bisher zu wenige Studios unterstützen, sodass gespeicherte Sessions zwischen lokalem Spiel und Stream noch auseinanderdriften können. Das ist ein Pacing-Problem auf Software-Seite, nicht auf Hardware-Seite.