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Steam Frame gegen Meta Quest 3: PC-Streaming und Hardware im Vergleich

Der Steam Frame setzt laut Road to VR auf einen kleinen Wi-Fi 6E-Dongle, den du direkt in deinen PC oder die neue Steam Machine steckst.

Steam Frame gegen Meta Quest 3: PC-Streaming und Hardware im Vergleich

Du kennst das Gefühl: Nach einem langen Arbeitstag brennt das Handgelenk, du willst abends eigentlich nur noch aufs Sofa, aber bitte mit einem guten Stück Hardware, das dich nicht sofort wieder in die Kabel-Falle lockt. Genau für diese Nische zwischen Schreibtisch, Wohnzimmer und kabelloser Bewegungsfreiheit hat Valve jetzt den Steam Frame vorgestellt, und wie roadtovr.com berichtet, spielt das neue Headset in einigen entscheidenden Disziplinen ganz anders als das Meta Quest 3.

Wo der Stream endlich ohne Stolperstellen läuft

Stell dir vor, du zockst am Schreibtisch und willst dich nicht mit Strippen herumschlagen, die bei jeder Drehung am Hinterkopf ziepen. Der Steam Frame setzt laut Road to VR auf einen kleinen Wi-Fi 6E-Dongle, den du direkt in deinen PC oder die neue Steam Machine steckst. Der Datenweg geht damit schnurstracks vom Rechner ins Headset, ohne den Umweg über deinen Heimrouter. Beim Quest 3 läuft das PC-VR-Streaming dagegen klassisch über das WLAN, was in der Praxis schon mal zu Rucklern führen kann, weil das Signal erst PC, dann Router, dann Headset nimmt. In einer ohnehin gut frequentierten Wohnung kann genau dieser Umweg den entscheidenden Unterschied zwischen „flüssig" und „geht so" machen.

Mehr Dampf unter der Haube und eine offene Plattform

Unter der Haube arbeiten beide mit ARM-Chips von Qualcomm, aber der Prozessor im Steam Frame ist nach Angaben von roadtovr.com leistungsstärker. Wirklich spannend wird es bei der Spielebibliothek: Der Frame kann dank einer eingebauten Kompatibilitätsschicht nativ x86-Inhalte für Windows und Linux spielen, also praktisch alles, was auf Steam liegt. Das Quest 3 bleibt auf ARM-Spiele beschränkt, kann dafür aber auf eine riesige, von Meta zertifizierte Bibliothek zurückgreifen. Damit du trotzdem weißt, was reibungslos läuft, plant Valve offenbar ein Badge-System nach Steam-Deck-Vorbild.

Viel spannender ist für Bastler aber die Offenheit: Der Frame bringt SteamOS mit, lässt sich aber auch mit anderen Betriebssystemen bespielen, weil die Plattform offen ist und dir direkten Linux-Zugriff gibt. So selbstbewusst ist Valve übrigens, dass man gegenüber Road to VR durchblicken ließ, SteamOS würde sich auch für andere VR-Geräte gut machen. Beim Quest 3 ist an dieser Stelle Schluss mit Lustig, denn Horizon OS hat einen gesperrten Bootloader, kein Root, keinen Tiefgang. Dazu kommen ein nutzerzugänglicher PCIe-Gen-4-Steckplatz für bis zu zwei Kameras mit 2,5 Gbit/s sowie ein microSD-Slot für bis zu 2 TB zusätzlichen Speicher. Für alle, die gern schrauben und erweitern, ist das ein klarer Heimvorteil.

Alltagstauglich, aber mit einem Stolperstein beim Preis

Beim ersten Aufsetzen merkt man laut Rock Paper Shotgun sofort einen Unterschied zum kabelgebundenen Urahn Valve Index: Der Frame ist leichter, kompakter und schneller startklar. Das vordere Kernmodul mit Displays und Optik bringt nur 190 g auf die Waage, den Rest von insgesamt 435 g verteilt der rückseitige 21,6-Wh-Akku auf den Hinterkopf. Für lange Sessions ist das spürbar angenehmer, gerade wenn du nach Feierabend noch zwei, drei Stündchen im Cockpit verbringen willst. Was uns aber direkt stutzig macht: Im Standardlieferumfang fehlt ein Top-Strap, den Valve erst später als Zubehör verkaufen will. Wenn du einen empfindlichen Nacken hast, ist das ein Punkt, den du vor dem Kauf im Hinterkopf behalten solltest.

Die Displays liegen mit 2.160 × 2.160 pro Auge (LCD) knapp über dem Quest 3 mit 2.064 × 2.208 pro Auge. Die Controller übernehmen die griffigen, driftarmen TMR-Thumbsticks vom neuen Steam Controller, was sich laut Rock Paper Shotgun direkt angenehm anfühlt. Allerdings fehlt ihnen die hypersensible Finger-Tracking-Genauigkeit der Index-Controller, was beim Greifen in virtuellen Welten auffällt. Die Passthrough-Kameras liefern nur ein monochromes Bild, das Quest 3 zeigt hier in voller Farbe, was bei Mixed Reality einen Vorteil bringt. Und dann der Preis: Rock Paper Shotgun listet mindestens 889 £ bzw. 1.059 $. Wohnzimmertauglich im positiven Sinne ist das Headset also, aber ehrlich gesagt kein Spontankauf und nichts, was du dir nebenbei leistest.