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RedMagic Astra 2 im Test: High-End-Power für mobile Gamer mit neuem Preisschild

Laut einem Test von CNET setzt das RedMagic Astra 2 genau dort an, wo mobile Gamer keine Kompromisse wollen: bei Leistung, Display und Ladegeschwindigkeit.

RedMagic Astra 2 im Test: High-End-Power für mobile Gamer mit neuem Preisschild

Wenn nach einem langen Arbeitstag noch ein Raid ansteht, wird ein Tablet schnell zum echten Belastungstest für Hände, Augen und Geduld. Laut einem Test von CNET setzt das RedMagic Astra 2 genau dort an, wo mobile Gamer keine Kompromisse wollen: bei Leistung, Display und Ladegeschwindigkeit. Der Haken ist allerdings ebenso praktisch wie deutlich: Der Einstiegspreis steigt von 549 auf 699 US-Dollar, während die Akkulaufzeit nur Durchschnitt bleibt.

Maximale Leistung, aber nicht ohne Aufpreis

RedMagic stattet das Astra 2 mit einem Snapdragon 8 Gen 5, dem hauseigenen Grafik- und KI-Prozessor RedCore 4 sowie bis zu 16 GB RAM und 512 GB Speicher aus. Das ist keine Konfiguration, die sich mit Marketing allein erklären muss: Im CNET-Labortest erreichte das Tablet im 3DMark-Wild-Life-Unlimited-Test 30.855 Punkte und schlug damit das Lenovo Legion Tab Gen 5. Gegenüber dem iPad Mini mit A17 Pro lag das Ergebnis laut CNET mehr als doppelt so hoch.

Für dich bedeutet das vor allem: Das Astra 2 ist klar auf Spiele ausgelegt, die konstante Leistung verlangen, und nicht bloß auf Gelegenheitsspiele oder Streaming. CNET berichtet außerdem, dass das Tablet den Sling-Shot-Extreme-Stresstest von 3DMark vollständig ausreizte. Aus den vorliegenden Testdaten lässt sich damit ein sehr klares Leistungsbild ableiten, auch wenn Benchmarks natürlich nicht jede Frage zu Haptik, Wärmeentwicklung oder langfristiger Ermüdung beantworten.

Der Preis macht die Entscheidung trotzdem schwieriger. Der Einstieg liegt nun bei 699 US-Dollar, und eine Variante mit 24 GB RAM und 1 TB Speicher gibt es beim Astra 2 nicht mehr. Wer also möglichst viel Hardware auf kleinem Raum sucht, bekommt sehr viel davon – muss aber deutlich mehr bezahlen als beim Vorgänger.

Das Display ist ein starkes Argument

Das 9,1 Zoll große 2,4K-OLED-Display behält die Größe und Auflösung des ersten Astra bei, erhöht die Bildwiederholrate aber von 165 auf 185 Hz. Für schnelle Spiele kann sich das in einer geschmeidigeren Darstellung bemerkbar machen, während die Touch-Abtastrate im Instant-Touch-Modus bei 2.000 Hz liegt. Gerade bei Spielen, in denen jede Eingabe zählt, klingt das zunächst nach dem passenden Werkzeug.

Besonders interessant ist die Helligkeit: CNET zeichnete das Astra 2 als hellstes bislang getestetes Android-Tablet des eigenen Labors aus, mit mehr als 1.000 Nits. Das hilft nicht nur bei HDR-Inhalten, sondern auch draußen oder in hellen Räumen. Wohnzimmertauglichkeit ist bei einem Gaming-Tablet schließlich nicht nur eine Frage des Designs, sondern auch der Lesbarkeit, wenn die Sonne ungünstig auf das Display fällt.

Die Kehrseite steckt im Energieverbrauch. Der Akku wächst auf 8.300 mAh, doch die Laufzeit lag im Labortest bei 11 Stunden und 17 Minuten bei einer Helligkeit von 200 Nits. Damit hält das Astra 2 laut CNET rund 30 Minuten länger durch als das aktuelle iPad Mini, bleibt aber deutlich hinter dem Lenovo Legion Tab mit 16 Stunden und 19 Minuten zurück. Die 75-Watt-Schnellladung soll den Akku in knapp einer Stunde auffüllen und ist gerade deshalb hilfreich: Die Ausdauer ist ordentlich, aber kein Grund, das Ladegerät zu Hause zu lassen.

Zwei USB-C-Anschlüsse, eine kleine Schwäche bei der Haptik

Beide USB-C-Anschlüsse unterstützen die 75-Watt-Schnellladung, Audioausgabe und Rückwärtsladen. Du kannst also ein anderes Gerät über das Astra 2 versorgen, während der zweite Anschluss für Kopfhörer oder eine Stromdurchleitung frei bleibt. Für ein kompaktes Gaming-Setup ist das deutlich praktischer als ein einzelner Anschluss, der ständig zwischen Laden, Audio und Zubehör aufgeteilt werden muss.

Bei der Haptik bleibt RedMagic dagegen hinter der restlichen Hardware zurück. Der Vibrationsmotor soll zwar spürbar besser sein als beim ersten Astra, erreicht laut CNET aber nicht die Präzision und Klarheit eines aktuellen Spitzen-Smartphones. Das ist kein Ausschlusskriterium, kann bei langen Sessions jedoch genau zu den kleinen Dingen gehören, die den Unterschied zwischen hochwertiger Haptik und bloß funktionierendem Zubehör ausmachen.

Unterm Strich positioniert CNET das RedMagic Astra 2 erneut als besonders leistungsstarkes Android-Gaming-Tablet. Für dich ist es vor allem dann interessant, wenn maximale Spieleleistung, ein sehr schnelles und helles OLED-Display sowie flexible USB-C-Anschlüsse wichtiger sind als Spitzenwerte bei der Akkulaufzeit oder ein niedriger Einstiegspreis. Wer dagegen möglichst lange ohne Steckdose spielen möchte, sollte die deutlich ausdauerndere Konkurrenz im Blick behalten.