Soulslike-Spiele für PC und PS5: Drei Hits im Vergleich
Ein Soulslike ist nicht automatisch ein Dark-Souls-Klon. Elden Ring öffnet das Genre auf eine riesige Open World. Lies of P konzentriert sich auf lineare Level, harte Parierfenster und eine klar geführte Handlung.

Black Myth: Wukong übernimmt einzelne Soulslike-Prinzipien, bleibt aber ein eigenständiges Action-RPG mit stärkerem Fokus auf spektakuläre Kämpfe und chinesische Mythologie.
Für PC und PlayStation 5 stehen damit drei Spiele zur Auswahl, die denselben Grundimpuls bedienen, aber technisch und spielerisch deutlich auseinanderliegen. Elden Ring erschien am 25. Februar 2022 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X/S. Lies of P folgte am 19. September 2023. Black Myth: Wukong startete am 20. August 2024 zeitgleich für PC und PlayStation 5.
Der direkte Soulslike-Vergleich fällt deshalb nicht über eine einfache Rangliste. Entscheidend sind Weltstruktur, Kampfsystem, Fehlerverzeihlichkeit, technische Stabilität und die Frage, wie viel Eigenständigkeit ein Spiel vom klassischen Muster mitbringt.
Die drei Spiele im direkten Vergleich
| Merkmal | Elden Ring | Lies of P | Black Myth: Wukong |
|---|---|---|---|
| Entwickler | FromSoftware | Neowiz und Round8 Studio | Game Science |
| Veröffentlichung | 25. Februar 2022 | 19. September 2023 | 20. August 2024 |
| Plattformen | PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S | PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S | PC, PS5 |
| Weltstruktur | Große Open World mit optionalen Gebieten | Fokussierte, lineare Areale | Kapitelstruktur mit stärkerer Führung |
| Kampffokus | Ausweichen, Blocken, Parieren, Builds | Parieren, Ausweichen, Waffen- und Griffkombinationen | Nahkampf, Fähigkeiten, Verwandlungen und Ausweichmanöver |
| Genreprofil | Klassisches Open-World-Soulslike | Lineares Soulslike mit klarer Handlung | Action-RPG mit Soulslike-Einflüssen |
| Geeignet für | Spieler mit hoher Erkundungsbereitschaft | Spieler mit Fokus auf Timing und Bosskämpfe | Spieler mit Interesse an Action und Mythologie |
Die Tabelle zeigt bereits den zentralen Unterschied: Elden Ring skaliert das Soulslike-Prinzip über die Weltgröße. Lies of P verdichtet es über die Kampfsysteme. Black Myth: Wukong nutzt die Härte einzelner Begegnungen, setzt aber nicht vollständig auf die traditionelle Soulslike-Struktur.
Elden Ring ist das umfangreichste Spiel. Lies of P ist das präziseste. Black Myth: Wukong ist das eigenständigste Action-RPG im Vergleich.
Elden Ring: Die Open World als zusätzlicher Schwierigkeitsregler
Elden Ring ist die Referenz, wenn die Definition eines Soulslike möglichst weit gefasst wird. Das Spiel verbindet die bekannten Systeme von FromSoftware mit einer offenen Welt. Der Spieler kann Gegner umgehen, optionale Gebiete erkunden, neue Waffen suchen und den eigenen Charakter über Ausrüstung, Attribute und Fähigkeiten anpassen.
Diese Struktur verändert die Schwierigkeit. In einem linearen Soulslike führt ein überfordernder Boss meist zu einer direkten Wiederholung desselben Abschnitts. Elden Ring bietet mehr Ausweichmöglichkeiten. Ein anderes Gebiet kann neue Ausrüstung, Runen oder eine passende Fähigkeit liefern. Der Spieler gewinnt nicht nur durch bessere Reaktionen, sondern auch durch bessere Vorbereitung.
Das ist der größte spielerische Vorteil und zugleich die größte strukturelle Belastung. Die Open World enthält eine große Menge optionaler Inhalte. Nicht jeder Dungeon liefert einen relevanten Gegenwert. Nicht jeder Boss wirkt im späteren Spielverlauf noch ausgewogen. Wiederholungen bei Gegnern und Begegnungstypen sind Teil der Weltstruktur.
Für den PC und die PS5 bleibt die Weltgröße das entscheidende Argument. Die Konsole profitiert von kurzen Ladezeiten durch die verbaute SSD. Das reduziert die Unterbrechungen zwischen Erkundung, Tod und erneutem Versuch. Bei einem Spiel, das häufige Wiederholungen verlangt, ist das kein Nebendetail.
Die Zielbildrate liegt bei Soulslike-Spielen auf der PS5 typischerweise bei 60 Bildern pro Sekunde. Für Elden Ring ist das besonders relevant, weil die offene Welt nicht nur Landschaften, sondern auch schnelle Kämpfe, Kamerawechsel und große Gegnergruppen kombiniert. Eine höhere Bildrate verbessert nicht automatisch die Spielbalance. Sie verkürzt aber die sichtbaren Abstände zwischen Eingabe und Reaktion.
Für wen Elden Ring die beste Wahl bleibt
Elden Ring passt zu Spielern, die den eigenen Lösungsweg bevorzugen. Es gibt keine einzelne optimale Reihenfolge für alle Gebiete. Builds verändern die Kämpfe deutlich. Magie, schwere Waffen, schnelle Klingen, Beschwörungen und Fernkampffähigkeiten erzeugen unterschiedliche Anforderungsprofile.
Das macht Elden Ring zugänglicher als ein strikt lineares Soulslike, ohne die Grundhärte aufzugeben. Wer an einem Boss scheitert, kann die Begegnung häufig durch Erkundung, Ausrüstung oder eine andere Taktik vereinfachen. Das Spiel bestraft Fehler. Es zwingt den Spieler aber nicht immer, denselben Fehler fünfzigmal auf dieselbe Weise zu wiederholen.
Der Nachteil liegt in der Menge. Elden Ring verlangt mehr Zeit für Orientierung, Erkundung und Ausrüstungspflege als Lies of P. Wer eine kompakte Kampagne mit klarer Dramaturgie sucht, bekommt hier ein deutlich weniger fokussiertes Erlebnis.
Lies of P: Das präziseste Kampfsystem im Vergleich
Lies of P wurde von Neowiz und Round8 Studio entwickelt. Das Spiel verlegt seine Handlung in eine düstere Version von Pinocchios Welt und setzt auf eine lineare Struktur. Der Spieler bewegt sich durch klar abgegrenzte Gebiete. Abzweigungen existieren, aber die globale Route bleibt deutlich stärker geführt als in Elden Ring.
Der spielerische Schwerpunkt liegt auf Timing. Angriffe, Ausweichmanöver und perfekte Blocks müssen sauber aufeinander abgestimmt werden. Besonders die Pariermechanik bestimmt den Rhythmus vieler Kämpfe. Ein zu früher Block führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Ein zu später Block ebenfalls nicht.
Diese Präzision macht Lies of P berechenbarer als Elden Ring. Die Gegner stehen in einer stärker kontrollierten Umgebung. Die Levelarchitektur erzeugt weniger Ablenkung. Der Spieler kann sich intensiver auf Angriffsmuster, Reichweiten und Erholungsphasen konzentrieren.
Das Waffensystem erweitert die taktische Ebene. Waffen und Griffe lassen sich kombinieren. Dadurch entstehen unterschiedliche Angriffsprofile, ohne dass das Spiel die Build-Vielfalt von Elden Ring vollständig kopiert. Die Auswahl ist fokussierter. Das reduziert die Zahl der möglichen Fehlentscheidungen bei der Charakterentwicklung.
Lies of P ist daher eine klare Empfehlung für Spieler, die das Kampfsystem über die Weltgröße stellen. Die lineare Struktur hat einen messbaren praktischen Effekt: Jeder Versuch liefert direkt verwertbare Informationen über denselben Boss oder denselben Abschnitt. Es gibt weniger Möglichkeiten, die Schwierigkeit über lange Erkundung zu umgehen.
Lies of P gegen Lords of the Fallen
Lords of the Fallen erschien am 13. Oktober 2023 und verfolgt einen anderen Ansatz. Das zentrale System ist die Umbral-Laterne. Mit ihr kann der Spieler zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten wechseln. Dieses Parallelwelten-Feature ist nicht nur eine erzählerische Idee. Es verändert Wege, Plattformen, Gegnerpositionen und Rätsel.
Im direkten Vergleich wirkt Lies of P stärker auf den Kampf konzentriert. Lords of the Fallen setzt zusätzlich auf räumliche Navigation und den Wechsel zwischen zwei Ebenen der Spielwelt. Wer eine komplexere Levelstruktur bevorzugt, erhält dort das variablere System. Wer reproduzierbare Bosskämpfe und eine geradlinigere Dramaturgie sucht, findet in Lies of P den klareren Aufbau.
| Kriterium | Lies of P | Lords of the Fallen |
|---|---|---|
| Primärer Reiz | Präzises Timing und Parieren | Parallelwelten und Erkundung |
| Weltaufbau | Fokussiert und linearer | Verzweigter und räumlich komplexer |
| Kampfrhythmus | Stark auf perfekte Blocks ausgerichtet | Mehrere Systeme greifen ineinander |
| Orientierung | Meist einfacher | Durch Lebende- und Totenwelt anspruchsvoller |
| Geeignet für | Spieler mit Bossfokus | Spieler mit Interesse an Leveldesign und Weltmechanik |
Beide Spiele sind keine austauschbaren Elden-Ring-Alternativen. Sie reduzieren die offene Struktur und verschieben die Herausforderung. Bei Lies of P liegt sie primär im Timing. Bei Lords of the Fallen kommt die Orientierung als zusätzlicher Faktor hinzu.
Black Myth: Wukong: Soulslike-Einflüsse ohne Genrebindung
Black Myth: Wukong erschien am 20. August 2024 für PC und PlayStation 5. Das Spiel basiert auf Motiven der chinesischen Mythologie und folgt stärker einer Kapitelstruktur. Die Level sind nicht als eine zusammenhängende Open World nach dem Muster von Elden Ring angelegt.
Die Einordnung als Soulslike ist deshalb nur eingeschränkt korrekt. Black Myth: Wukong verwendet Elemente, die Spieler aus dem Genre kennen: anspruchsvolle Bosskämpfe, wiederholte Versuche nach dem Tod, begrenzte Fehlerfenster und eine hohe Bedeutung von Ausweichmanövern. Das Kampfsystem enthält aber zusätzliche Action-RPG-Elemente. Fähigkeiten, Zauber, Verwandlungen und offensive Kombinationsmöglichkeiten bestimmen den Ablauf stärker als in einem klassischen FromSoftware-Spiel.
Der Unterschied zeigt sich direkt im Bewegungsprofil. Elden Ring belohnt eine große Bandbreite an Builds und defensive Entscheidungen. Lies of P verlangt kontrolliertes Timing bei Block und Gegenangriff. Black Myth: Wukong legt mehr Gewicht auf aktive Fähigkeiten und den Wechsel zwischen verschiedenen Angriffsmitteln.
Das macht die Kämpfe dynamischer, aber nicht automatisch leichter. Ein Boss kann auch hier mehrere Versuche benötigen. Der Lösungsweg ist jedoch weniger stark an ein einzelnes Parierfenster gebunden. Wer mit klassischen Soulslike-Mechaniken wenig anfangen kann, erhält einen actionreicheren Einstieg.
Die technische Basis ist auf der PS5 besonders relevant. 60 Bilder pro Sekunde sind bei schnellen Ausweichmanövern und Bossangriffen ein sinnvoller Zielwert. Die tatsächliche Performance hängt vom jeweiligen Modus und vom Spiel ab. Für den PC gilt zusätzlich: Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und gewählte Grafikeinstellungen bilden das Bottleneck. Ein pauschales Urteil zugunsten des PCs ist nicht belastbar.
Black Myth: Wukong verkaufte sich im ersten Monat nach Veröffentlichung über 20 Millionen Mal. Diese Zahl zeigt die Reichweite des Spiels, sagt aber nichts über die Qualität einzelner Systeme aus. Der kommerzielle Erfolg beruht auf mehreren Faktoren: Bekanntheit der Vorlage, Plattformabdeckung, hoher Produktionswert und ein Kampfsystem, das zugänglicher wirkt als das strengste Soulslike-Modell.
Kampfsysteme: Parieren, Ausweichen und Fehlerkosten
Die drei Spiele unterscheiden sich weniger über das Vorhandensein von Ausweichrollen als über die Kosten eines Fehlers. Genau dort entscheidet sich, welches Spiel zum eigenen Spielstil passt.
Elden Ring
Elden Ring lässt die meisten Freiheiten. Der Spieler kann defensive und offensive Systeme kombinieren. Ein Angriff muss nicht zwingend pariert werden. Ausweichen, Distanz, Schild, Magie oder Beschwörungen verändern die Risikoverteilung.
Das Spiel besitzt damit die breiteste taktische Basis. Gleichzeitig ist die Balance weniger kompakt. Unterschiedliche Builds können denselben Boss stark unterschiedlich bewerten. Eine Begegnung, die mit einer schweren Waffe lange dauert, kann mit einer anderen Kombination deutlich schneller enden.
Lies of P
Lies of P konzentriert den Kampf. Perfekte Blocks erzeugen einen klaren Vorteil, erfordern aber hohe Genauigkeit. Der Spieler muss Gegneranimationen lesen und die eigene Eingabe zeitlich auf den Treffer abstimmen.
Diese Mechanik erzeugt einen direkten Lernzyklus. Der Kampf funktioniert nicht über maximale Schadenswerte allein. Ein hoher Angriffswert ersetzt kein korrektes Timing. Das Ergebnis ist ein stärker mechanisch geprägtes Spielgefühl.
Black Myth: Wukong
Black Myth: Wukong setzt stärker auf aktive Fähigkeiten. Ausweichen bleibt wichtig, wird aber durch Zauber, Verwandlungen und weitere Werkzeuge ergänzt. Der Spieler erhält mehr Möglichkeiten, eine gefährliche Situation offensiv zu kontrollieren.
Das verändert die Fehlerkosten. Ein misslungener Ausweichversuch kann durch eine Fähigkeit oder eine Transformation anders bewertet werden als in Lies of P. Das Spiel bleibt fordernd, aber seine Systeme sind breiter auf Action ausgelegt.
Die Frage lautet nicht, welches Spiel am schwersten ist. Entscheidend ist, welche Fehler das jeweilige Kampfsystem verzeiht und welche es konsequent bestraft.
Spielwelt und Erzählung: Freiheit gegen Kontrolle
Die Weltstruktur beeinflusst nicht nur die Orientierung. Sie bestimmt auch, wie die Handlung vermittelt wird.
Elden Ring arbeitet mit maximaler Distanz. Viele Zusammenhänge werden über Umgebung, Gegenstandsbeschreibungen und optionale Begegnungen vermittelt. Die Open World lässt Raum für Interpretation. Sie liefert aber weniger direkte Führung.
Lies of P ist kontrollierter. Die Handlung bleibt stärker an Figuren, Gebiete und eine nachvollziehbare Abfolge gebunden. Das macht den Zugang einfacher. Gleichzeitig reduziert die lineare Struktur die Anzahl der überraschenden Entdeckungen, die eine offene Welt erzeugen kann.
Black Myth: Wukong positioniert sich zwischen beiden Modellen. Die Kapitelstruktur führt den Spieler stärker durch die Geschichte. Gleichzeitig bieten die Gebiete Raum für optionale Kämpfe und Abzweigungen. Das Spiel will keine vollständige Open World simulieren. Es nutzt den Wechsel zwischen geführten Abschnitten und versteckten Inhalten als eigenständiges Format.
Für die Kaufentscheidung ist deshalb eine einfache Einteilung sinnvoll:
1. Elden Ring eignet sich für Spieler, die Erkundung als Teil der Herausforderung sehen. Die Welt liefert zusätzliche Wege, Builds und Inhalte.
2. Lies of P eignet sich für Spieler, die eine fokussierte Kampagne mit klarer Route und präzisem Parierkampf bevorzugen.
3. Black Myth: Wukong eignet sich für Spieler, die ein actionreicheres Action-RPG mit anspruchsvollen Bossen, Fähigkeiten und mythologischem Setting suchen.
PS5 gegen PC: Bildrate ist nicht die gesamte Messung
Bei einem Soulslike ist die Eingabelatenz direkt mit dem Kampferlebnis verbunden. Eine höhere und stabilere Bildrate kann die Wahrnehmung von Angriffen, Ausweichfenstern und Pariermomenten verbessern. Der Zielwert von 60 Bildern pro Sekunde ist auf der PS5 deshalb sinnvoll.
Die Konsole bietet einen definierten Hardwarestandard. Das vereinfacht die Kaufentscheidung. SSD-Ladezeiten reduzieren außerdem die Wartephasen nach einem Tod oder beim Wechsel zwischen Gebieten. Der PC bietet dagegen mehr Optionen, aber auch mehr Variablen.
| Plattform | Vorteil | Einschränkung |
|---|---|---|
| PS5 | Einheitliche Hardware, schnelle SSD und Zielbildrate von 60 FPS | Weniger Optionen bei Auflösung und Grafikprofil |
| PC | Anpassbare Auflösung, Bildrate und Detailstufen | Performance hängt vollständig vom Hardware-Setup ab |
| PS5 mit Bildschirm bei 120 Hz | Mehr Spielraum für hohe Bildraten, sofern das Spiel und der Modus dies unterstützen | Nicht jeder Titel hält die höhere Bildrate konstant |
| PC mit leistungsfähiger Grafikkarte | Potenzial für höhere Auflösung und Bildrate | Treiber, Prozessorlimit und Grafikeinstellungen beeinflussen das Ergebnis |
Ein PC ist nicht grundsätzlich schneller. Eine PS5 ist nicht grundsätzlich stabiler in jedem Szenario. Der relevante Vergleich beginnt bei der konkreten Hardware und dem gewählten Grafikmodus. Bei einem PC mit schwacher Grafikkarte kann die Konsole die bessere Plattform sein. Bei einem ausreichend dimensionierten System bietet der PC mehr Kontrolle über Auflösung und Bildrate.
Für Lies of P, Elden Ring und Black Myth: Wukong bleibt die Bildrate ein Qualitätsfaktor, aber kein Ersatz für gutes Kampfsystemdesign. Ein unpräzises Parierfenster wird durch 60 FPS nicht automatisch präzise. Umgekehrt kann ein sauber abgestimmtes System auch auf der Konsole überzeugen.
Was die Verkaufszahlen über das Genre aussagen
Elden Ring verkaufte bis Anfang 2023 über 20 Millionen Einheiten. Black Myth: Wukong überschritt im ersten Monat nach Veröffentlichung ebenfalls die Marke von 20 Millionen Verkäufen. Diese Zahlen zeigen, dass anspruchsvolle Action-RPGs längst kein Nischenformat mehr sind.
Der Markt belohnt dabei nicht nur maximale Härte. Elden Ring erweitert das Genre über die Open World und die Build-Vielfalt. Black Myth: Wukong verbindet anspruchsvolle Bosse mit stärker zugänglichen Action-Systemen. Lies of P bleibt fokussierter und richtet sich damit präziser an Spieler, die den Kern des Genres suchen.
Die Entwicklung ist relevant, weil sie die Auswahl vergrößert. Früher musste ein Spieler zwischen einem klassischen Soulslike und einem deutlich leichteren Actionspiel wählen. Heute existieren mehrere Abstufungen:
- offene Welt und maximale Freiheit bei Elden Ring,
- lineare Struktur und hohe Timing-Anforderungen bei Lies of P,
- actionorientierte Fähigkeiten und mythologisches Setting bei Black Myth: Wukong,
- räumliche Komplexität durch Parallelwelten bei Lords of the Fallen.
Das Genre wird dadurch nicht beliebiger. Die Systeme werden differenzierter. Der Begriff Soulslike beschreibt inzwischen eher eine Kombination aus Kampfhaltung, Gegnerdesign, Wiederholungsstruktur und Risikomanagement als ein festes Leveldesign.
Unser Urteil
Für den vollständigen Soulslike-Vergleich bleibt Elden Ring die vielseitigste Wahl. Die Open World liefert die größte Freiheit. Builds, Erkundung und optionale Inhalte machen das Spiel zur umfangreichsten Empfehlung für PC und PS5. Der Preis dafür ist eine höhere Einstiegskomplexität und eine weniger konzentrierte Kampagnenstruktur.
Lies of P ist die bessere Wahl für Spieler, die den Kampf isoliert betrachten. Das Spiel reduziert die Ablenkung und erhöht die Bedeutung von Timing. Wer Parieren, Gegneranalyse und präzise Eingaben bevorzugt, bekommt das geschlossenste Gesamtpaket im Vergleich.
Black Myth: Wukong ist keine klassische Elden-Ring-Alternative. Das Spiel funktioniert stärker als Action-RPG mit Soulslike-Anteilen. Seine Stärken liegen bei Bosskämpfen, Fähigkeiten, Verwandlungen und der klar geführten Präsentation. Wer ein schnelleres und offensiveres System sucht, findet hier den passendsten Einstieg.
Die beste Soulslike-Auswahl hängt damit nicht vom Bekanntheitsgrad ab. Sie hängt vom gewünschten Spielraum ab: Elden Ring gibt Freiheit, Lies of P erzwingt Präzision, Black Myth: Wukong setzt auf Action. Auf der PS5 profitieren alle drei Ansätze von kurzen Ladezeiten und einer Zielbildrate von 60 FPS. Auf dem PC entscheidet das konkrete Hardware-Setup.
Für eine einzige Empfehlung gilt: Elden Ring ist das vollständigste Spiel. Lies of P ist das fokussierteste. Black Myth: Wukong ist die klarste Abweichung vom traditionellen Soulslike-Modell.