Smartphone-Controller im Test: Backbone, Kishi und GameSir

Ein Smartphone-Controller für Android und iOS steht und fällt mit drei Messpunkten: Verbindungsart, Eingabetechnik und mechanischer Passform. Die USB-C- oder Lightning-Direktverbindung reduziert zusätzliche Funkstrecken.

Smartphone-Controller im Test: Backbone, Kishi und GameSir

Hall-Effekt-Sensoren vermeiden den klassischen Kontaktverschleiß analoger Sticks. Eine schlechte Aufnahme mit Schutzhülle macht dagegen selbst gute Hardware unbrauchbar.

Backbone One Gen 2, Razer Kishi V2 und GameSir G8 Galileo verfolgen deshalb unterschiedliche Konzepte. Der Backbone One Gen 2 setzt auf kompakte Abmessungen und austauschbare Adapter. Der Kishi V2 nutzt taktile Microswitches und zusätzliche Funktionstasten. Der GameSir G8 Galileo baut auf größere Konsolen-Ergonomie, Hall-Effekt-Sticks, Hall-Effekt-Trigger und einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Ein eindeutiger Sieger für jedes Smartphone existiert nicht. Für Cloud-Gaming zählt die Direktverbindung. Für lange Sessions zählen Griffweite und Stick-Position. Für kompetitive Spiele zählt die Sensorik. Die Unterschiede liegen nicht in Marketingbegriffen, sondern in der Hardware.

Direktverbindung gegen Bluetooth: Die Schnittstelle bestimmt die Basis

Backbone One Gen 2, Razer Kishi V2 und GameSir G8 Galileo werden direkt mit dem Smartphone verbunden. Je nach Ausführung kommt USB-C oder Lightning zum Einsatz. Das Signal läuft damit nicht über eine separate Bluetooth-Verbindung zwischen Telefon und Controller.

Das hat zwei praktische Folgen. Erstens entfällt eine zusätzliche Funkstrecke. Zweitens benötigt der Controller keine eigene Batterie. Für Spiele über GeForce Now, Xbox Cloud Gaming oder vergleichbare Dienste ist das relevant. Der Controller fügt der ohnehin vorhandenen Netzwerkverzögerung nicht noch zwingend eine weitere drahtlose Übertragung hinzu.

Exakte Latenzwerte in Millisekunden lassen sich aus den vorliegenden Daten nicht belastbar für jedes Modell und jeden Dienst ableiten. Eine konkrete Zahl wäre hier Scheingenauigkeit. Der technische Vorteil der Direktverbindung bleibt trotzdem klar: USB-C und Lightning sind die kontrolliertere Schnittstelle, wenn es auf reproduzierbare Eingaben ankommt.

Bluetooth verändert die Prioritäten. Der GameSir G8 Plus unterstützt Bluetooth und USB-C. Zusätzlich funktioniert er mit iOS, Android, Nintendo Switch und PC. Das erweitert den Einsatzbereich deutlich. Für ein festes Smartphone-Setup ist die direkte Verbindung jedoch die sauberere Lösung. Bluetooth ist flexibler. USB-C ist im mobilen Betrieb die fokussiertere Variante.

MerkmalBackbone One Gen 2Razer Kishi V2GameSir G8 Galileo
VerbindungDirekt über USB-C oder Lightning, abhängig von der VersionDirektverbindung, abhängig von der ModellvarianteUSB-C
KonstruktionszielKompakte mobile NutzungDirekte Eingabe mit taktilen TastenKonsolenähnliche Ergonomie
AnalogsticksKeine Hall-Effekt-Sensorik aus den vorliegenden AngabenKeine Hall-Effekt-Sensorik aus den vorliegenden AngabenHall-Effekt-Sticks
TriggerKeine Hall-Effekt-Trigger aus den vorliegenden AngabenKeine Hall-Effekt-Trigger aus den vorliegenden AngabenHall-Effekt-Trigger
AudioKeine 3,5-mm-Buchse aus den vorliegenden AngabenKeine 3,5-mm-Buchse aus den vorliegenden Angaben3,5-mm-Klinkenanschluss
Laden während des SpielensPassthrough-Laden über USB-C oder Lightning möglichPassthrough-Laden über die Steckverbindung möglichPassthrough-Laden über USB-C möglich
Besondere AusstattungAustauschbare, magnetisch haftende AdapterMicroswitches, zwei programmierbare Multifunktionstasten, Share-TasteFlexibler USB-C-Stecker, Hall-Effekt-Technik
Für Cloud-Gaming ist die Direktverbindung kein Detail. Sie ist die technische Grundlage für eine möglichst konstante Eingabekette.

Backbone One Gen 2 gegen Razer Kishi V2: Kompaktheit oder Tastenfeedback

Der Backbone One Gen 2 ist die mobile Lösung mit dem geringeren mechanischen Aufwand. Der Controller lässt sich auseinanderziehen und nimmt das Smartphone zwischen zwei Griffen auf. Die zweite Generation verwendet magnetisch haftende, austauschbare Adapter. Dadurch können viele Smartphones auch mit Schutzhülle befestigt werden.

Das Wort „viele“ ist hier entscheidend. Eine universelle Garantie für jede dicke Hülle gibt es nicht. Kamerabuckel, harte Schutzrahmen und besonders breite Randbereiche beeinflussen die Passform. Der Adapter kann das Problem lösen, aber nicht jede Geometrie. Wer das Telefon mit einer robusten Outdoor-Hülle nutzt, sollte die Abmessungen des eigenen Geräts und die Auflagefläche konkret vergleichen.

Der Kishi V2 setzt stärker auf das Tastenfeedback. Die Microswitch-Tasten arbeiten mit einem deutlich definierten Druckpunkt. Das ist für Spiele mit häufigen Einzelimpulsen relevant. Menüs, Ausweichrollen, Sprünge und schnelle Richtungswechsel profitieren von einer klaren Rückmeldung. Der Kishi V2 verfügt außerdem über zwei programmierbare Multifunktionstasten und eine eigene Share-Taste.

Diese Ausstattung verschiebt den Einsatzzweck. Der Kishi V2 ist nicht nur ein Halter mit Tasten. Er bietet zusätzliche Eingabemöglichkeiten, die sich bei unterstützten Spielen oder über die jeweilige Konfiguration nutzen lassen. Der Mehrwert hängt deshalb vom Spieltyp ab. Für ein lineares Rollenspiel sind zwei zusätzliche Tasten weniger relevant als für Titel mit mehreren gleichzeitig benötigten Aktionen.

Der Backbone One Gen 2 ist im Vergleich die kompakter gedachte Konstruktion. Der Kishi V2 stellt das Bediengefühl stärker in den Vordergrund. Beide verwenden eine direkte Verbindung. Der Unterschied liegt daher weniger in der grundlegenden Signalführung als in Mechanik, Adapterkonzept und Bedienlayout.

GameSir G8 Galileo: Mehr Volumen, mehr Kontrolle

Der GameSir G8 Galileo ist deutlich näher an einem klassischen Konsolen-Controller aufgebaut. Die Griffe fallen größer aus. Das erhöht das Packmaß, verändert aber auch die Kraftverteilung in den Händen. Bei längeren Sitzungen ist das relevant, weil nicht nur das Gewicht des Controllers, sondern auch das Gewicht des eingesetzten Smartphones gehalten wird.

Die zentrale technische Eigenschaft des G8 Galileo sind die Hall-Effekt-Analogsticks und Hall-Effekt-Trigger. Diese Sensoren arbeiten kontaktlos über magnetische Veränderungen. Der klassische Abrieb eines mechanischen Potenziometers entfällt damit als zentrale Verschleißquelle. Das garantiert keine unendliche Lebensdauer. Es reduziert aber das konstruktive Risiko für Stick Drift gegenüber einem Kontaktprinzip.

Für Spiele mit präziser Kamerasteuerung ist das ein konkreter Vorteil. Ein Smartphone-Controller wird häufig für Cloud-Versionen von Konsolenspielen, Ego-Shooter oder Rennspiele eingesetzt. Dort sind kleine Abweichungen an den Analogsticks sofort sichtbar. Ein Stick, der seine Neutralposition nicht sauber hält, erzeugt kontinuierliche Bewegung oder Kameradrift. Hall-Effekt-Sensoren adressieren genau diesen Fehlerpfad.

Die Trigger profitieren vom gleichen Ansatz. Bei Rennspielen und Spielen mit analoger Beschleunigung ist der Weg des Triggers nicht nur ein Ein-Aus-Signal. Die Sensorik kann die Position entlang des Wegs erfassen. Der G8 Galileo kombiniert diese Technik mit einem flexiblen USB-C-Stecker. Das erleichtert die Aufnahme unterschiedlicher Smartphones, ersetzt aber keine Prüfung der konkreten Geometrie.

Im direkten Vergleich ist der G8 Galileo deshalb der technisch vollständigste Controller innerhalb dieser drei Modelle, wenn Analogsticks und Trigger im Mittelpunkt stehen. Er ist nicht automatisch die beste Wahl für den Transport. Mehr Griffvolumen und ein größerer Aufbau sind der Preis für die konsolennähere Ergonomie.

Hall-Effekt gegen Microswitches: Zwei unterschiedliche Qualitätsmerkmale

Hall-Effekt-Sensoren und Microswitches lösen verschiedene Probleme. Sie sind kein direkter Ersatz füreinander.

Microswitches betreffen das Tastenfeedback. Der Schaltvorgang erfolgt mit einem klaren mechanischen Druckpunkt. Das verbessert die Rückmeldung bei digitalen Tasten. Der Razer Kishi V2 nutzt dieses Prinzip. Die ABXY-Tasten und das Steuerkreuz reagieren damit nicht wie weiche Membrantasten, sondern mit einer stärker definierten Auslösung.

Hall-Effekt-Sensoren betreffen die Erfassung analoger Bewegungen. Beim GameSir G8 Galileo sitzen sie an den Sticks und Triggern. Die Technik reduziert Reibung und Verschleiß an der Sensorfläche. Sie sagt nichts darüber aus, wie laut die Tasten klicken, wie präzise das Steuerkreuz arbeitet oder wie gut die Griffe in der Hand liegen.

Für die Auswahl ergibt sich eine einfache Zuordnung:

  • Wer hauptsächlich Rollenspiele, Plattformspiele und Menüs bedient, kann vom klaren Microswitch-Druckpunkt des Kishi V2 profitieren.
  • Wer Shooter, Rennspiele oder Spiele mit präziser Kameraführung spielt, erhält mit den Hall-Effekt-Sticks des G8 Galileo die technisch belastbarere Analogbasis.
  • Wer ein möglichst mobiles Gerät mit wechselnden Smartphones nutzt, bekommt beim Backbone One Gen 2 das flexiblere Adapterkonzept.
  • Wer zusätzliche Funktionen benötigt, sollte die zwei programmierbaren Multifunktionstasten des Kishi V2 nicht mit einer besseren Analogtechnik verwechseln.
  • Wer Verschleiß an den Analogsticks minimieren will, sollte Hall-Effekt-Sensoren höher gewichten als reine Tastenhaptik.

Der entscheidende Punkt: Ein Controller kann sich bei den Tasten besser anfühlen und bei den Analogsticks technisch einfacher aufgebaut sein. Das ist beim Kishi V2 und G8 Galileo genau die relevante Trennlinie.

Schutzhüllen und Stecker: Die mechanische Kompatibilität entscheidet

Die Anschlussnorm allein reicht nicht aus. Ein Smartphone-Controller muss das Gerät mechanisch aufnehmen. Der USB-C-Stecker muss den Port erreichen. Die Auflageflächen dürfen nicht auf Kameramodulen aufliegen. Die Seiten des Telefons müssen ausreichend freigelegt sein, damit die Tasten nicht dauerhaft gedrückt werden.

Der Backbone One Gen 2 hat mit seinen magnetisch haftenden, austauschbaren Adaptern einen konstruktiven Vorteil. Das Adapterprinzip erweitert die Kompatibilität mit Smartphones samt Schutzhülle. Es bleibt aber eine Frage des konkreten Falls. Eine dünne Silikonhülle ist etwas anderes als ein mehrteiliger Hartschalenrahmen mit erhöhtem Kameraschutz.

Beim G8 Galileo ist der flexible USB-C-Stecker ein relevantes Detail. Er erleichtert die Verbindung und kann bei unterschiedlichen Gerätepositionen mechanische Spannungen reduzieren. Der Stecker macht den Controller jedoch nicht automatisch mit jeder Hülle kompatibel. Auch hier begrenzen Randstärke, Kamerabereich und Portposition die tatsächliche Passform.

Bei Lightning-Controllern gilt dasselbe Prinzip. Passthrough-Laden ist technisch möglich, aber die Ladebuchse des Telefons und die Konstruktion des Controllers müssen zusammenpassen. Ein zusätzliches Kabel kann die Steckverbindung entlasten, löst aber keine zu enge Aufnahme.

Vor dem Kauf sind deshalb diese Punkte relevanter als allgemeine Kompatibilitätslisten:

  • Verwendet das Smartphone USB-C oder Lightning?
  • Passt die Modellvariante des Controllers zum Anschluss des Telefons?
  • Muss die Schutzhülle während des Spiels entfernt werden?
  • Liegt der Kamerabuckel frei?
  • Erreicht der Stecker den Port ohne seitlichen Druck?
  • Bleiben Lautstärke- und Seitentasten unbetätigt?
  • Ist der USB-C-Port des Telefons so positioniert, dass der Controller nicht verkantet?

Die vollständige Kompatibilität jeder einzelnen dicken Schutzhülle lässt sich nicht pauschal bestätigen. Der mechanische Test am konkreten Smartphone bleibt entscheidend.

Passthrough-Laden und Kopfhörer: Kleine Funktionen mit hoher Praxisrelevanz

Mobile Spiele belasten das Smartphone. Cloud-Gaming reduziert zwar die lokale Renderlast, aktiviert aber dauerhaft Display, Funkverbindung und Prozessor. Native 3D-Spiele erhöhen die Last zusätzlich. Ein Controller ohne Ladeoption kann dadurch zum zeitlichen Begrenzungsfaktor werden.

Passthrough-Charging erlaubt das Laden während des Spielens. Bei USB-C- und Lightning-Steckcontrollern wird das Ladegerät am Controller angeschlossen, während das Smartphone verbunden bleibt. Der Anschluss bleibt damit erreichbar, ohne dass ein separates Kabel direkt am Telefon die Handhaltung stört.

Das ist kein Grund, den Akku dauerhaft bei hoher Last zu laden. Es ist aber eine praktische Absicherung für lange Sitzungen und Cloud-Gaming unterwegs. Beim GameSir G8 Galileo kommt zusätzlich der 3,5-mm-Klinkenanschluss hinzu. Wer kabelgebundene Kopfhörer verwendet, benötigt dadurch keinen zusätzlichen Adapter am Smartphone.

Der Audioanschluss ist vor allem bei Geräten relevant, die keinen separaten Kopfhörerausgang besitzen. USB-C ist dann bereits durch den Controller belegt. Eine 3,5-mm-Buchse am Controller hält den Ladeport frei und reduziert Adapterketten. Beim G8 Galileo ist das ein klarer funktionaler Vorteil.

Der Backbone One Gen 2 und der Kishi V2 sind stärker auf die direkte Nutzung mit dem Smartphone ausgerichtet. Beim Vergleich sollte deshalb nicht nur die Anzahl der Tasten betrachtet werden. Ladezugang und Audioführung beeinflussen den tatsächlichen mobilen Einsatz stärker als ein zusätzliches Logo auf dem Gehäuse.

GameSir G8 Plus: Die Alternative für mehrere Plattformen

Der GameSir G8 Plus gehört nicht zum direkten Dreiervergleich, ist aber für Nutzer mit mehreren Plattformen relevant. Er unterstützt iOS und Android sowie Nintendo Switch und PC. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth oder USB-C. Zusätzlich ist ein integrierter Akku mit 1.000 mAh vorhanden.

Damit verfolgt der G8 Plus ein anderes Ziel als ein reiner Steckcontroller. Er kann das Smartphone drahtlos aufnehmen und bei Bedarf auch an anderen Geräten eingesetzt werden. Die höhere Plattformbreite wird mit zusätzlicher Elektronik und einem Akku bezahlt. Für ein ausschließliches Smartphone-Setup ist diese Flexibilität nicht zwingend ein Vorteil.

Die direkte USB-C-Verbindung bleibt die fokussiertere Betriebsart, wenn das Smartphone im Zentrum steht. Bluetooth ist sinnvoll, wenn das Gerät frei im Raum positioniert werden soll oder wenn der Controller regelmäßig zwischen Smartphone, PC und Nintendo Switch wechselt. Der G8 Plus ist damit weniger ein kompakter Handyaufsatz und eher ein plattformübergreifender Controller.

Die Entscheidung lässt sich auf den geplanten Einsatz reduzieren:

NutzungTechnisch passendere Wahl
Cloud-Gaming mit möglichst direkter SignalführungBackbone One Gen 2, Kishi V2 oder G8 Galileo mit Steckverbindung
Präzise Analogsteuerung bei Shootern und RennspielenGameSir G8 Galileo
Klare digitale Tasten und zusätzliche BelegungenRazer Kishi V2
Smartphone mit dünner oder wechselnder SchutzhülleBackbone One Gen 2 mit passendem Adapter
Kabelgebundene Kopfhörer ohne ZusatzadapterGameSir G8 Galileo
Smartphone, PC und Nintendo Switch mit einem ControllerGameSir G8 Plus
Möglichst kleines GepäckBackbone One Gen 2
Hall-Effekt macht den G8 Galileo bei der Analogsteuerung technisch stärker. Es macht ihn nicht kleiner, leichter oder automatisch kompatibler mit jeder Schutzhülle.

Unser Urteil: Der beste Controller hängt am Spieltyp

Der Backbone One Gen 2 ist die ausgewogenste Wahl für Nutzer, die ihr Smartphone regelmäßig transportieren und nicht jedes Mal die Schutzhülle entfernen wollen. Die magnetisch haftenden Adapter der zweiten Generation sind sein wichtigstes Unterscheidungsmerkmal. Der Controller bleibt kompakter als der G8 Galileo und ist weniger auf eine große Konsolenhaltung ausgelegt.

Der Razer Kishi V2 ist die passende Option für Spieler, die ein definiertes Tastenfeedback und zusätzliche Eingabemöglichkeiten bevorzugen. Die Microswitches, zwei programmierbaren Multifunktionstasten und die Share-Taste bilden ein klares Bedienkonzept. Bei den Analogsticks bietet der Kishi V2 gegenüber dem G8 Galileo jedoch nicht denselben dokumentierten Hall-Effekt-Ansatz.

Der GameSir G8 Galileo ist die technisch stärkste Wahl für anspruchsvolle Analogsteuerung. Hall-Effekt-Sticks und Hall-Effekt-Trigger adressieren den zentralen Verschleißpunkt klassischer Analogmodule. Dazu kommen der flexible USB-C-Stecker, Passthrough-Laden und die 3,5-mm-Klinkenbuchse. Das größere Format muss zum eigenen Spielverhalten passen.

Der GameSir G8 Plus ist kein direkter Ersatz für die kompakten Steckcontroller. Er ist die bessere Plattformlösung, wenn iOS, Android, PC und Nintendo Switch mit einem Gerät abgedeckt werden sollen. Bluetooth erhöht die Flexibilität. USB-C bleibt die präzisere Wahl für den mobilen Direktbetrieb.

Für den Smartphone-Controller-Test ergibt sich damit ein klares Ergebnis: Der Backbone One Gen 2 gewinnt bei Mobilität und Hüllenflexibilität. Der Razer Kishi V2 gewinnt bei Tastenfeedback und Zusatzbelegung. Der GameSir G8 Galileo gewinnt bei Analogtechnik und Ausstattung. Wer nur ein Modell kaufen will, sollte deshalb nicht nach dem bekanntesten Namen entscheiden, sondern nach dem größten technischen Engpass des eigenen Setups.

Häufige Fragen

Welcher Controller eignet sich am besten für Cloud-Gaming?
Für Cloud-Gaming ist eine Direktverbindung über USB-C oder Lightning zu empfehlen, da diese die Latenz im Vergleich zu Bluetooth-Verbindungen minimiert und keine zusätzliche Funkstrecke benötigt.
Warum sind Hall-Effekt-Sensoren bei Controllern wichtig?
Hall-Effekt-Sensoren arbeiten kontaktlos über magnetische Veränderungen, wodurch der klassische mechanische Abrieb an Analogsticks und Triggern entfällt und das Risiko für Stick-Drift reduziert wird.
Kann ich mein Smartphone mit Schutzhülle in den Controller einsetzen?
Das hängt vom Modell ab. Der Backbone One Gen 2 nutzt austauschbare magnetische Adapter, um die Kompatibilität mit vielen Hüllen zu verbessern, während bei anderen Modellen die Geometrie der Hülle und die Position des USB-C-Steckers entscheidend sind.
Was ist der Vorteil von Passthrough-Laden?
Passthrough-Charging ermöglicht es, das Smartphone während des Spielens über den Controller aufzuladen, ohne dass ein separates Ladekabel direkt am Telefon die Handhaltung stört.
Welcher Controller bietet einen Anschluss für kabelgebundene Kopfhörer?
Der GameSir G8 Galileo verfügt über einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, der die Nutzung von kabelgebundenen Kopfhörern ermöglicht, ohne dass ein zusätzlicher Adapter am Smartphone erforderlich ist.